Sihlcity
Im Süden der Stadt tut sich einiges. Zug um Zug formiert sich ein interessanter Mix aus neuer und alter Architektur, ein Miteinander aus alten Backsteinen und neuem Sichtbeton mit Glas und Metall. Als Zentrum des Viertels fungiert seit Anfang 2007 das auf dem Areal einer stillgelegten Papierfabrik entstandene Shopping- und Bürozentrum Sihlcity, in dem auch immer mehr Zukunftsbetriebe und Kreativfirmen ihren Sitz haben. Hier geht es edler und weniger trashig zu wie in Zürich-West. Neben 80 Läden haben ein Viersternehotel, ein Kulturzentrum, ein gutes Dutzend Restaurants und ein Fitness- und Wellness-Spa eine Heimat gefunden. Und dann gibt es da noch die riesige Disco „Platins Club“.
Fraumünster
Kein anderer als Großmeister Marc Chagall hat für diese Kirche fünf expressive Buntglasfenster entworfen – faszinierendes Lichtspiel mit leuchtenden Farben. Die Fenster im nördlichen Querschiff sind aber auch nicht zu verachten, hier war Augusto Giacometti am Werk. Profane Gründe für einen Kirchenbesuch gibt es auch: Sie liegt an einem der schönsten Plätze der Stadt.
Schipfe
Das Wort Schipfe gibt Experten den richtigen Hinweis, schließlich spricht man von „schupfen“, wenn Boote ans Ufer und wieder ins Wasser gestoßen werden. Aha, es geht also um Wasser und Boote und bei der Schipfe um eines der ältesten Quartiere der Stadt Zürich. Bis heute ist es eine Handwerkergasse geblieben, mit kleinen, romantischen Läden und Werkstätten direkt an der Limmat. Kurz: Der Gegenentwurf zur Bahnhofstrasse – idyllisch, heimelig, alternativ.
Badi Letten
In Zürich gehören Badehose und Bikini zur Standardausrüstung wie anderswo der Taschenregenschirm – gebadet wird, so oft es geht. Die beliebteste Badeanstalt befindet sich just da, wo sich noch in den Neunzigerjahren der größte Heroinumschlagplatz Europas befand. Heute wird mit anderen Waren gedealt: Eis, Snacks und Schwimmaccessoires. Auch für Nichtschwimmer ist der Mix aus Catwalk-Szenies, BMX/Volleyballsportlern und Althippies sehenswert.
„Acapulco“
Das „Acapulco“ gehört nach wie vor zu den In-Schuppen. Manche Gäste kommen wegen des Billards hierher, manche wegen der chilligen Musik und wiederum andere wegen der beachtlichen Whiskysammlung. Oder einfach wegen der Atmosphäre. Wie anderswo fühlt man sich hier nach der Übernahme eines traditionsreichen Plüschladens diesem Erbe verpflichtet. In diesem Fall ist die reaktivierte Lavalampe der ganze Stolz der Besitzer.



