Istanbul ist eine der ältesten Städte der Welt – und zugleich eine der jüngsten. Eine Stadt des Islams und eine des Westens, eine Stadt Europas und eine Asiens, kurz: die perfekte Schnittstelle zwischen Orient und Okzident, zwischen Tradition und ultramodernem Highlife. Und es sind genau diese Gegensätze, die die Millionenmetropole am Bosperus heute prägen und so besonders machen: Zerfall neben Aufbruch, Schwermut neben pulsierendem Leben, orthodoxe Priester und muslimische Prediger neben traditionellen Roma-Musikern, daherstöckelnden It-Girls und Jazz-Musikern mit westlichem Background. In Istanbul alles kein Problem. Diese tolerante Grundstimmung wird auch der Kurzzeiturlauber schnell zu spüren bekommen.
Last Minute nach Istanbul - was gibt es zu sehen?
Stichwort Urlaub. Der erste Stopp beim touristischen Pflichtprogramm sollten die Besucher am besten im Stadtteil Eminönü einlegen, einer Halbinsel im Süden des Bosporus, der berühmten Meerenge zwischen Schwarzem Meer und Marmarameer, die zugleich oft als Trennung der Kontinente bezeichnet wird – eine andere freilich ist der Kaukasus. Aber zurück nach Eminönü, wo die bekanntesten Wahrzeichen der Stadt - Hagia Sophia, die blaue Moschee, der Sultanspalast Topkapi und das Hippodrom sowie der Große Basar - sehr nah aneinander liegen. Im Szeneviertel Beyoglu liegen weitere Sehenswürdigkeiten, wobei eine noch deutlich westlichere Atmosphäre herrscht, was man an der Musik, den Klamotten und den Läden unschwer erkennen kann. Nichtsdestotrotz: die Gesänge der Muezzine, die Gerüche der Gewürze, der Anblick traditioneller Bauwerke plus das hervorragende Angebot an Hamams machen Istanbul auch hier einzigartig.
Archäologische Museen
Vier gewinnt: Die vier Museen unterhalb des Topkapi ergeben zusammen eine der bedeutendsten Antikensammlungen der Welt. Ein Muss für Kulturfreunde! Wer nicht viel Zeit hat, sollte zumindest den sogenannten Fayencen-Pavillon mit den schönsten Keramikarbeiten der vergangenen Jahrzehnte bewundern, ferner den Alexandersarkophag.
Die Hagia Sophia entdecken beim Istanbul Städtetrip
Der Besuch der mehr als 1500 Jahre alten byzantinischen Kirche, die nach der Eroberung Konstantinopels als Moschee genutzt wurde, beschert wunderbare Eindrücke. Das liegt an der imposanten Architektur und vor allem an der riesigen Kuppel. Die ist echt eine Wucht, 56 Meter hoch und 31 Meter im Durchmesser. Kein Wunder, dass die Leute damals von einem Weltwunder sprachen...
Der Istanbuler Stadtteil Beyoglu
Es gibt wenig Orte in der türkischen Metropole, wo Orient und Okzident so verwirrend unorthodox ineinander verwoben sind wie im Stadtteil Beyoglu. Das angesagte Viertel nördlich des Goldenen Horns ist ein Terrain der unbegrenzten Möglichkeiten. Das merkt man vor allem nachts, wenn in Beyoglus Bars und Clubs die Avantgarde regiert.
Großer Basar
Lust auf die abgefahrensten Teesorten, Shishas zur Doppelnutzung oder gar einen fliegenden Teppich? Auf Istanbuls Kapali Carsi, dem überdachten Basar, werden Käufer fündig, zumindest gilt die Devise: Wenn nicht hier, wo dann? Der aus rund 4000 Geschäften bestehende Große Basar zieht sich über 65 Straßen und eine 30 Hektar große Fläche. Nach dem Shoppingtrip braucht man in der Regel eine Tiefenentspannung, zum Glück gibt es in der Umgebung etliche Türkische Bäder.





