Rom - die älteste Hauptstadt Europas
Rom, du bist eine Wucht! Wohin man blickt: Palazzi, Prachtbauten, Brunnen, Kirchen und Tempel. Und dann erst das pulsierende Leben: Shopping, Essen, Flanieren, alles wird hier zelebriert. Und seit Joseph Ratzinger zum Papst gewählt wurde, hat Rom bei deutschen Gästen noch mal einen deutlichen Attraktivitätsschub erfahren. Die italienische Hauptstadt ist eben angesagt wie nie. Zu Ostern und Weihnachten muss man fast schon abraten, in die italienische Hauptstadt zu reisen, weil es eigentlich „wegen Überfüllung geschlossen“ werden müsste.
Billiger buchen - das "Dolce Vita" Italiens kennen lernen
Am besten lieber zu anderen Zeiten kommen, dann ist das Gedränge im Petersdom, der Sixtinischen Kapelle und im Kolosseum nicht ganz so groß. Wer die „ewige Stadt“ übrigens mal anders kennen lernen will, bitte hier ein Vorschlag: eine Tour auf den Spuren Dan Browns, der den weltweit erfolgreichen Religionsthriller „Illuminati“ in der Hauptstadt von Italien ansiedelte. Dabei hat sich der Schriftsteller bei der Beschreibung der Handlungsorte an die wahren Örtlichkeiten gehalten, und die können Rom-Besucher nun mit Hilfe von speziellen Guides aufsuchen. Eine Kaffeepause am Pantheon, eine Illuminati-Stadtkarte und allerhand geheimnisvolle Storys sind wichtige Bestandteile. Wen’s interessiert: Treffpunkt ist jedes Wochenende um 9 Uhr die Piazza del Popolo. Weniger gruselig, eher launig ist die Idee, dem Charme der so berühmten römischen 50er-Jahre aufzuspüren - dazu mietet man sich am besten eine cremeweiße Vespa, Modell Dolce Vita. Kleiner Tipp zur eigenen Sicherheit: unbedingt einen offensiven Fahrstil pflegen.
Kolosseum
Das Kolosseum steckt selbst kolossale Fußballstadien von heute in die Tasche. Das geniale Amphitheater, das zur Zeit der alten Römer das größte Theater der Welt darstellte, fasste 73.000 Menschen! Die ausgedehnten Unterbauten für Tierkäfige und Gladiatorenkabinen sind gut sichtbar, weil der Fußboden der Arena eingestürzt ist. Ein Besuch des Kolosseums ist ein guter Einstieg in die Welt der Cäsaren, Redner und Gladiatoren, denn hinter dem Kolosseum befindet sich mit dem Forum Romanum ein ganzes Ruinenfeld, bei dem man sich mit etwas Fantasie die Zeit vorstellen kann, als im Circus Maximus Wagenrennen stattfanden und in den Tempeln den Göttern gehuldigt wurde.
Um langes Anstehen am Eingang zu vermeiden, empfehlt es sich, die Eintrittskarten bei den Verkaufsstellen am Palatin in der Via San Gregorio oder beim Titusbogen zu erwerben.
Petersdom
Selbst wenn es oft behauptet wird: Der Petersdom ist nicht das größte Gotteshaus der Welt, die Basilika Notre-Dame de la Paix bringt es auf die doppelte Größe. Dafür ist es das bedeutendste und voller Kunstschätze, allen voran Michelangelos Pietà. Und Platz für 60.000 Kirchgänger ist ja auch nicht gerade wenig. Auf dem davorliegenden Petersplatz passen noch viel mehr, etwa wenn der Papst sein „Urbi et orbi“ in die jubelnde Menge ruft.
Vatikanische Museen
Nein, es handelt sich nicht um einen Druckfehler: Die insgesamt 14 Museen umfassen tatsächlich 14.000 (!) Räume voller wertvoller Kunstwerke. Der Titel größter Museumskomplex geht also eindeutig in die Vatikanstadt. Die Sixtinische Kapelle mit den wunderbaren Deckenfresken von Michelangelo ist sicher der Höhepunkt, aber es locken noch ägyptische Mumien, griechische Plastiken, die Reisewagen des Papstes, unzählige Gemälde und, ach ja, die Stanzen von Rafael und seine Madonna. Und vieles vieles mehr.
Basilica San Paolo fuori le Mura
Rom ist die Stadt der Kirchen. Bis zum Bau des Petersdoms war die Basilica San Paolo fuori le Mura die größte der Welt. Groß ist noch heute die Bewunderung für den schönen Kreuzgang und die kuriose Papstgalerie mit leeren Medaillons. Der Legende nach soll die Welt untergehen, wenn einmal das Bild eines neuen Papstes nicht mehr unterkommt. Gott sei Dank ist noch Platz, schließlich schuf man vor etlichen Jahren kurzerhand Raum für weitere zwei Dutzend Medaillons, als nur noch drei oder vier Plätze frei waren.





