Das Kolosseum in Rom
Kurz erklärt: Das Kolosseum in Rom ist das größte je erbaute Amphitheater und eines der neuen sieben Weltwunder. Zwischen 70 und 80 n. Chr. errichtet, bot es bis zu 50.000 Zuschauern Platz für Gladiatorenkämpfe und Spiele. Heute ist es UNESCO-Welterbe und eines der meistbesuchten Wahrzeichen Italiens.
Von der Redaktion reise.de · Zuletzt aktualisiert: Juni 2026
| Schnellfakten: Das Kolosseum in Rom | Details |
|---|---|
| Kategorie | Neues Weltwunder (2007) |
| Ort / Land | Rom, Italien |
| Entstehung | 70–80 n. Chr. |
| Typ | Amphitheater (bis ~50.000 Plätze) |
| Heute besuchbar? | Ja – UNESCO-Welterbe, besuchbar |

Direkt in der Innenstadt Roms gelegen, findet sich eines der meistbesuchten Monumente der Welt: das Kolosseum. Allerdings wissen viele Besucher gar nicht, dass es sich bei den Ruinen des einstigen Amphitheaters tatsächlich um eines der sieben neuen Weltwunder handelt. Und dennoch locken die Ruinen der bereits im Jahre 72 n. Chr. erbauten und damit fast 2.000 Jahre alten riesigen Arena unzählige Besucher aus aller Welt an. Wenig verwunderlich, schließlich ist das Kolosseum auch noch bis in die heutige Zeit das größte je errichtete Amphitheater der Welt und bot seinerzeit bis zu 50.000 Zuschauern auf seinen Rängen Platz. Und auch heute noch – insbesondere am Abend, wenn das Kolosseum stimmungsvoll beleuchtet wird – macht sich rund um das riesige Amphitheater eine ganz besondere Atmosphäre bemerkbar. Gerade so, als wäre immer noch etwas von der Aufregung und Anspannung vergangener Zeiten, als die Gladiatoren hier zu blutigen Spielen antraten, spürbar.
Das Kolosseum in Rom – die Anreise
Rom, die Hauptstadt Italiens, verfügt über 3 Flughäfen und kann von allein Teilen der Welt aus erreicht werden. In den allermeisten Fällen kommen Besucher aus dem Ausland jedoch an Roms größtem Flughafen Roma-Fiumicino „Leonardo da Vinci“ an. Von Deutschland aus lässt sich Rom außerdem auch bequem mit der Bahn über den Hauptbahnhof Rom Termini erreichen. Es führen eben alle Weg nach Rom…
In Roms Innenstadt hingegen kann sich das Fortkommen allerdings oft schwieriger gestalten, als die Anreise nach Italien selbst. Grund dafür ist der teilweise chaotische Straßenverkehr der Stadt. Ratsam ist es darum, bei einem Besuch des Kolosseums, das sich direkt in Roms Stadtzentrum befindet, öffentliche Verkehrsmittel wie Bus oder Metro zu nutzen. Sowohl mit dem Bus als auch mit der Metro lässt sich das Monument nämlich bequem erreichen. Die jeweiligen Haltestellen „Colosseo“ befinden sich direkt vor dem beeindruckenden Bauwerk.
Weitere Sehenswürdigkeiten in Rom
Die mehr als 3 Jahrtausende lange Geschichte der „ewigen Stadt“ wird auf einer Städtereise nach Rom auch heute noch spür- und erlebbar. Wohin man sich auch wendet, nicht nur im Zentrum der auf sieben Hügeln erbauten Stadt scheint es vor beeindruckenden Monumente und Kulturschätzen nur so zu wimmeln.So lassen sich in Rom neben dem Kolosseum beispielsweise auch die Vatikanstadt, der Sitz des Papstes mit dem Petersdom und der Sixtinischen Kapelle, sowie rund 600 weitere über das Stadtgebiet verteilte Kirchen besuchen. Und auch das Forum Romanum, welches das einstmalige Zentrum Roms markiert, sowie das Pantheon sind in direkter Nähe des Kolosseums gelegen und unbedingt einen Besuch wert. Im Anschluss daran sorgt ein Besuch in Roms hippem Stadtteil Trastevere, ein Spaziergang entlang der vielen Parks und Plätze oder auch ein kühler Drink in der Nähe der Spanischen Treppe oder des Trevi-Brunnens für die nötige Entspannung.
Übrigens: Auch in Rom gibt es eine Pyramide. Wer sich bereits während eines Besuchs in Rom auf das wohl bekannteste Weltwunder überhaupt, die Pyramiden von Gizeh, einstimmen möchte, besucht die Cestius-Pyramide in der Via Ostiense. Die Pyramide ist bereits seit 12 v. Chr. das Grabmal des ehemaligen römischen Prätors Gaius Cestius Epulo und mutet in Roms Stadtbild vielleicht ein bisschen kurios an. Dennoch ist die mittlerweile aufwendig restaurierte und mit Inschriften versehene Pyramide absolut sehenswert – außerdem ist sie auch besonders leicht zu finden: die Metro-Station ganz in der Nähe trägt den Namen „Piramide“.
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Besuchen Sie die "ewige" Stadt und begeben Sie sich auf einen Trip in die Vergangenheit. Das Kolosseum konnte es in der Antike schon mit heutigen Arenen aufnehmen. Ein Besuch gibt eine Vorstellung welch Spektakel dort stattfanden.
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Tipps für deinen Besuch im Kolosseum
Das Kolosseum zählt zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Europas, weshalb sich eine gute Planung auszahlt. Das Standardticket umfasst neben dem Amphitheater meist auch das benachbarte Forum Romanum und den Palatinhügel – plane für alle drei Stätten zusammen ruhig einen halben bis ganzen Tag ein. Wer tiefer eintauchen möchte, bucht eine Führung mit Zugang zur unterirdischen Ebene, dem sogenannten Hypogäum, in dem einst Gladiatoren und wilde Tiere auf ihren Auftritt warteten, oder zur rekonstruierten Arena-Plattform, die einen eindrucksvollen Blick über die Ränge bietet. Besonders atmosphärisch sind die abendlichen Touren, wenn das beleuchtete Bauwerk ohne die Tagesmassen erkundet werden kann.
Das Kolosseum im Wandel der Zeit
Nach dem Ende der Gladiatorenspiele in der Spätantike erlebte das Kolosseum eine wechselvolle Geschichte: Es diente als Steinbruch, Festung, Wohnraum und sogar als Lagerstätte, ehe es ab der Renaissance als bedeutendes Denkmal geschützt wurde. Erdbeben und Plünderungen ließen Teile der einst geschlossenen Fassade einstürzen, weshalb das Bauwerk heute seine charakteristische, halb geöffnete Form zeigt. Für das beste Foto lohnt sich ein Blick von der Anhöhe des Oppius-Hügels oder von der Via Sacra im Forum Romanum. Da das Kolosseum mitten in Rom liegt, lässt sich der Besuch hervorragend mit weiteren Höhepunkten einer Städtereise nach Rom verbinden – vom Pantheon über den Trevi-Brunnen bis zur Vatikanstadt ist alles bequem erreichbar.
Eine architektonische Meisterleistung
Das Kolosseum war seiner Zeit technisch weit voraus und beeindruckt Fachleute bis heute. Über 80 nummerierte Eingänge sorgten dafür, dass die rund 50.000 Zuschauer das Amphitheater in kürzester Zeit betreten und wieder verlassen konnten – ein Prinzip, das modernen Stadien als Vorbild dient. Jeder Besucher trug eine Art Eintrittsmarke aus Ton, die ihm Rang, Sektor und Sitzreihe zuwies; die Plätze waren streng nach gesellschaftlichem Stand gegliedert. An heißen Tagen spannten eigens dafür ausgebildete Mannschaften ein riesiges Sonnensegel, das sogenannte Velarium, über die Ränge. Unter dem Arenaboden verbarg sich das Hypogäum, ein verzweigtes System aus Gängen, Käfigen und Aufzügen, mit dem Tiere und Kulissen wie aus dem Nichts in der Arena erscheinen konnten. Ursprünglich war der gewaltige Bau zudem vollständig mit hellem Travertin verkleidet und mit Statuen geschmückt – ein blendendes Wahrzeichen kaiserlicher Macht, dessen Ausstrahlung man auch in seinem heutigen, vom Zahn der Zeit gezeichneten Zustand noch erahnen kann.
Gut zu wissen für deinen Rom-Trip
Wer mehrere Sehenswürdigkeiten besuchen möchte, fährt mit einem der Kombi-Pässe der Stadt oft günstiger und spart sich das Anstehen an einzelnen Kassen. Für das Kolosseum selbst gibt es ein erweitertes Ticket, das zusätzlich die Arena-Ebene und die Untergeschosse freischaltet – diese Plätze sind begrenzt und sollten früh reserviert werden. Ein Audioguide oder eine fachkundige Führung lohnt sich, um die Geschichte des Bauwerks wirklich zu verstehen. Wer dem größten Andrang entgehen will, kommt am frühen Morgen oder am späten Nachmittag und genießt anschließend das stimmungsvoll beleuchtete Kolosseum bei einem Abendspaziergang durch das antike Herz Roms.



