Speisen auf Reisen

Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen – und ist für manch einen sogar der schönste Grund auf Reisen zu gehen.

In unserem Ratgeber lesen Sie alles über die interessantesten und leckersten Speisen der Welt, aber auch über die kuriosesten und gefährlichsten. Darüber hinaus geben wir Ihnen wertvolle Verhaltenstipps zum Schutz vor Durchfallerkrankungen und Lebensmittelvergiftungen mit auf den Weg.

Essen im Ausland

Vorsicht ist die beste Medizin!

Beachten Sie vor allem folgende altbewährte Faustregel:

  • Koch es…
  • brat es…
  • schäl es…
  • …oder vergiss es!

Hier sollte man besonders aufpassen

Ein recht hoher Prozentsatz von Reisenden erkrankt jedes Jahr an Durchfall oder anderen Krankheiten, die durch von Keimen befallene Lebensmittel oder Getränke verursacht werden. Die Gründe liegen auf der Hand: Nicht in allen Ländern gelten so strenge Hygienevorschriften wie in Deutschland – auch die Trinkwasserqualität ist vielerorts nicht die beste. Außerdem begünstigen hohe Temperaturen und eine oft damit verbundene hohe Luftfeuchtigkeit das Wachstum schädlicher Mikroorganismen.

Betroffen sind hier besonders die Länder Afrikas, Südostasiens, Mittel- und Südamerikas sowie auch Mexiko. Hinsichtlich der beliebten Ferienländer des Mittelmeerraums sollten Sie sich besonders in Ägypten, Tunesien, Marokko und der Türkei vorsehen, während Italien, Spanien und Griechenland ziemlich unproblematisch sind.

Wovon Sie lieber die Finger lassen sollten

So farbenfroh und üppig das kalte Buffet sich auch präsentiert, so saftig der Orangensaft am Straßenrand in der Mittagshitze auch leuchtet, auf einige Dinge sollten Sie auf Ihrer Reise lieber verzichten.

Koch es, brat es, schäl es – oder vergiss es!

Wir erinnern an unsere Faustregel, nach der gilt: Meiden Sie rohe Lebensmittel. Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte oder Gemüse sollten Sie nur in gut gegartem Zustand verzehren. Auch den leckeren Obstsalat lieber links liegen lassen, wenn Sie nicht wissen, unter welchen hygienischen Voraussetzungen er hergestellt wurde – vor allem, wenn das Obst nicht geschält ist. Verzicht gilt ebenfalls für grünen Salat, wenn Ihnen nicht bekannt ist, mit welchem Wasser er gewaschen wurde.

Kühlpflichtige Produkte sind in heißen Ländern äußerst kritisch. Wurde die Kühlkette ein- oder mehrmals unterbrochen, so besteht hier noch mehr als in gemäßigten Klimazonen die Gefahr, dass sie mit Keimen verunreinigt sind. Dieses gilt besonders für Speiseeis, auch wenn es industriell gefertigt wurde. Alles andere sollte man sowieso nicht verzehren. Bei Eis wie auch bei Backwaren mit Cremefüllung besteht außerdem die Gefahr einer Salmonellenvergiftung.

Besondere Vorsicht ist auch beim Buffet im Restaurant oder in Ihrem Hotel geboten. Hier stehen Speisen oft lange unzureichend gekühlt oder erhitzt herum, was einen idealen Nährboden für Durchfall erzeugende Mikroorganismen bietet.

Niemals „on the rocks“!

Immer und überall verzichten sollten Sie auf Eiswürfel in Ihrem Getränk. Diese werden oft aus verunreinigtem Leitungswasser hergestellt und führen bei vielen Urlaubern zu gesundheitlichen Problemen. Die gleiche Gefahr zeigt sich bei Wassereis.

Auch die Fruchtsäfte, die oft am Straßenrand oder in Ihnen unbekannten Restaurants angeboten werden, sind leider ein No-Go, da in diesen durch ein nicht allzu hygienisches Umfeld bei der Herstellung oft Keime enthalten sind.

Für alle anderen kalten Getränke gilt: Nichts trinken, was offen angeboten wird, sondern auf Flaschen mit Originalverschluss zurückgreifen.

Das offene Glas Wein zum Essen oder auch den Digestif danach können Sie sich allerdings beruhigt schmecken lassen. Letzterem sagt man sogar nach, dass er die Produktion von Magensäure ankurbelt, die Bakterien den Garaus macht.

Lebensmittel

Die Top 5 gefährlichsten Lebensmittel der Welt

Aufpassen!

Andere Länder, andere Speisen – und manche davon können ganz schön gefährlich sein. Hier gilt es, darauf zu achten, was man wie und in welcher Form verzehren kann oder auch überhaupt nicht. Unsere Informationen helfen Ihnen dabei.

Nr. 1
Der Kugelfisch

Essen auf Reisen KugelfischDie sicherlich bekannteste gefährliche Speise der Welt ist der Kugelfisch, der in Japan als Fugu angeboten wird. Das possierliche Tierchen hat es in sich und zwar in Form des Giftes Tetrodotoxin – ein einzelner, nicht fachgerecht behandelter Fisch könnte glatt mal rund dreißig Menschen den Garaus machen. Dies gilt allerdings nicht für das Muskelfleisch des Tieres, das wohlschmeckend und genießbar ist, wenn man es vom Rest des Fisches trennt. Darauf spezialisiert sind besondere Köche, die nach einer zweijährigen Ausbildung und strenger Prüfung Fugu zubereiten dürfen. Wenn Sie von Ihrer Japan Reise zurückgekehrt sind, folgendes bitte nicht weitersagen, damit der Nervenkitzel nicht flöten geht: Es werden mittlerweile Kugelfische gezüchtet, die kein Tetrodotoxin enthalten.

Nr. 2
Sannakji

Sannakji Essen auf ReiseObacht, wenn man Ihnen in Korea Sannakji anbietet. Hier handelt es sich um das Fleisch eines Kraken, das ja an und für sich vortrefflich mundet. Das Problem an der Geschichte besteht bloß darin, dass sich in diesem Falle der Krake noch nicht ganz in den ewigen Jagdgründen befindet, sondern noch ziemlich lebendig ist. Was bedeutet, dass die Tentakel sich nicht nur auf dem Teller bewegen, sondern, dass die daran befindlichen Saugnäpfe noch aktiv sind. Diese können sich vortrefflich in Mund oder Hals festsaugen, sodass dieses zum Ersticken führen kann. In Korea sterben im Schnitt sechs Menschen jährlich an dieser Delikatesse.

Nr. 3
Akee

Essen auf Reisen AkeeAkee, die hübsch anzusehende Nationalfrucht Jamaikas ist ein kapriziöses Gewächs. Unreif ziert sie sich und straft allzu Ungeduldige mit einem ordentlichen Quäntchen an Hypoclycin, einem Gift, das nicht nur zu erheblichem Unwohlsein, sondern auch zum Tode führen kann. Um sie zu genießen, muss man also warten bis sie reif ist und sich von selber öffnet. Aber auch dann ist noch Vorsicht geboten: Essbar ist nur der Samenmantel – Finger weg vom Rest der Frucht! Auf Jamaika Reisen genießt man Akee gerne in einem scharfen Gericht mit getrocknetem Kabeljau und Gemüse.

Nr. 4
Maniok

Maniok Essen und ReisenWie, Maniok? Bei einer Vielzahl von Menschen gehört die stärkehaltige Wurzel zu den Grundnahrungsmitteln. Man muss halt eben nur wissen, wie sie zubereitet wird. Die rohen Wurzeln enthalten giftiges Zyanid und können im Übermaß genossen zum Tode führen. Die gekochte Wurzel allerdings ist unbedenklich und liefert ein schmackhaftes, nährstoffreiches Lebensmittel. Wie auch die Kartoffel, so kann man die Maniokwurzel auf vielerlei Arten zubereiten, zum Beispiel als einfache Beilage, Pommes oder Püree.

Nr. 5
Der Große Ochsenfrosch

Ochsenfrosch Essen ReisenDer Große Ochsenfrosch gilt in Namibia als ausgesprochene Delikatesse. Ratsam ist es allerdings, sich auf einer Namibia Rundreise nicht verführen zu lassen, denn das Verspeisen des Tieres ist nicht nur illegal, da der Frosch unter Naturschutz steht, sondern der Verzehr hat auch sehr unschöne Nebenwirkungen: Haut und Organe sind giftig und führen häufig zu Nierenversagen.

Ohne Beschwerden durch den Urlaub

Reisedurchfall, ein unliebsamer Begleiter! Da freut man sich das ganze Jahr über auf den Urlaub und dann schlägt Montezumas Rache zu und man kommt nicht aus dem Hotelzimmer … Also besser vorbeugen!

Einen hundertprozentigen Schutz gegen Reisedurchfall oder andere, durch die Aufnahme von Nahrungsmitteln oder Getränken verursachte Krankheiten, gibt es natürlich nicht. Durch wenige Maßnahmen kann man allerdings das Risiko drastisch senken. Drücken Sie auf Vorbeugung oder Maßnahmen!

Gesund bleiben – so geht’s

Für den Menschen überlebensnotwendig und an sich gesund, ist es doch einer der Hauptauslöser für Reisedurchfall und andere Magen- und Darmkrankheiten im Urlaub: das Wasser. In vielen Ländern ist Leitungswasser verunreinigt und sollte daher, wenn überhaupt, nur abgekocht getrunken werden. Kurzes Erhitzen genügt hier nicht – das kostbare Nass muss mindestens eine Minute lang sprudelnd kochen. Zu den Gegenden, in denen das Wasser aus der Leitung nicht zum Trinken geeignet ist, gehören übrigens auch die zu Spanien gehörenden Kanarischen Inseln, wie z. B. Teneriffa oder Fuerteventura. Auf der sicheren Seite sind Sie überall, wenn Sie Mineralwasser aus original verschlossenen Flaschen trinken.

Auch zum Zähneputzen und zum Waschen von Salat nur abgekochtes oder Mineralwasser verwenden! Obst sollten Sie nicht nur waschen, sondern auch schälen und Gemüse nur gegart verzehren. Verzichten Sie auf Salat, den Sie nicht selbst gewaschen und auf Obst, das Sie nicht selbst geschält haben.

Was für Wasser gilt, gilt auch für Milch: Greifen Sie hier lieber auf ein industriell gefertigtes, verschlossenes Produkt zurück. Sollte dies nicht möglich sein, muss die Milch ebenfalls mindestens eine Minute lang abgekocht werden.

Erhitzte Getränke wie Tee oder Kaffee können Sie bedenkenlos genießen. Für alle kalten Getränke gilt: nur aus versiegelten Flaschen konsumieren! Dosen an der Öffnung vor dem Trinken reinigen.

Und last but not least: Hände waschen – so oft wie möglich und gründlich.

Durchfall – und nun?

Sollte sich trotz aller Vorsichtsmaßnahmen eine Magen-Darm-Erkrankung einstellen, so heißt es handeln. Bei starken Beschwerden sollte man natürlich unverzüglich einen Arzt aufsuchen, ansonsten helfen einige bewährte Mittel.

Das A und O: trinken, trinken und nochmals trinken! Aufgrund des Durchfalls verliert der Körper Flüssigkeit und Salz, was zu einer regelrechten Austrocknung führen kann. Um dies zu verhindern, hilft das Trinken von Mineralwasser und Bouillon. Auch Fruchtsäfte und leicht gezuckerte Tees, vor allem schwarzer Tee, oder Elektrolytlösungen aus der Apotheke sind empfehlenswert.

Hilfreich ist darüber hinaus der Verzehr von Salzstangen, Haferschleim oder auch Bananen. Vereinzelt lindern auch Kohletabletten die Symptome.

Wenn nach zwei bis drei Tagen keine Besserung eintritt und zum Durchfall auch noch häufiges Erbrechen hinzukommt, auf keinen Fall weiter selber herumdoktern, sondern ab zum Arzt!

Speisen auf Reisen

Die Top 10 unglaublichsten Lebensmittel der Welt

Über Geschmack lässt sich nicht streiten

Geschmäcker sind bekanntlich verschieden und so gibt es weltweit einige Gerichte oder Lebensmittel, die den einen entzücken und dem anderen einen Schauder über den Rücken jagen – urteilen Sie selbst.

Nr. 1
Vogelnest- oder auch Schwalbennestersuppe

Vogelnestsuppe Essen ReisenAuch wenn man denkt, dass es sich nur um eine bildhafte Bezeichnung handelt, nein, in der berühmten Vogelnest- oder auch Schwalbennestersuppe befinden sich wirklich Teile von Vogelnestern. Diese werden zusammengehalten durch den gelatineartigen Speichel asiatischer Mauersegler, die sich zuvor von Meerespflanzen ernährt haben, was für den unvergleichlichen Geschmack der Suppe sorgt. Serviert werden die Nester in einer Brühe aus Kalbfleisch und dem Ganzen sagt man eine heilkräftige Wirkung nach. Beliebt ist die nicht ganz billige Speise vor allem in China. Gerne dürfen Sie auf einer China Rundreise dieses außergewöhnliche Gericht kosten.

Nr. 2
Balut

Balut Essen auf ReisenSchnitzel und Pommes sind nicht das Gelbe vom Ei und in fernen Ländern sollte man immer die einheimischen Spezialitäten probieren, da einem sonst so manches entgeht. Gewöhnungsbedürftig für Europäer ist allerdings Balut, eine Spezialität, die in vielen asiatischen Ländern als Delikatesse gilt. Probieren können Sie Balut zum Beispiel auf einer Individualreise nach Vietnam. Bei Balut handelt es sich um ein gekochtes, jedoch angebrütetes Enten- oder Hühnerei, das ein halb entwickeltes Embryo in sich trägt – je nach Reifegrad mit knackigem Schnabel, spürbaren Knochen und saftigen Augen. Balut gilt in Asien als Aphrodisiakum.

Nr. 3
Hakarl

Hakarl Essen ReisenAngst vor Haifischen? Keine Sorge. Der in Island servierte Hakarl ist tot – aber so was von. Wird er doch in einer Kiste ein paar Monate lang im Boden vergraben, vornehmlich in einer Kiesgrube und hernach einige weitere Monate lang an der Luft getrocknet. Alle Giftstoffe, die der Grönlandhai naturgemäß in sich hat, sind nun fort, übrig bleiben intensiver Geschmack und Geruch. Aromen, die in Island geliebt und gerne mit einigen Schnäpsen heruntergespült werden. Reise.de wünscht einen guten Appetit auf Ihrer Island Reise!

Nr. 4
Casu Marzu

Casu Marzu Essen ReisenMan muss nicht in die Ferne schweifen, um unglaubliche Lebensmittel zu entdecken. Schauen wir doch einfach mal auf die nicht allzu weit entfernte Insel Sardinien. Dort finden wir Casu Marzu, einen Käse, der einfach so lange dem Reifungsprozess überlassen wird, bis er von Maden durchzogen ist. Diese verspeist der Feinschmecker dann natürlich schließlich mit, sonst wäre der Genuss ja auch nichts Besonderes. Miesepeter unken, dass die Maden im menschlichen Darm weiterleben können.

Nr. 5
Milbenkäse

Milbenkäse Essen ReisenWenn Ihnen selbst das sardische Eiland noch zu weit entfernt ist, so können Sie sich eine genüssliche Gänsehaut auch in heimischen Gefilden abholen. Genauer gesagt im in Sachsen-Anhalt gelegenen Würchwitz (heute zur Stadt Zeitz gehörig), das für seinen Milbenkäse berühmt ist. Für dessen Herstellung reift entwässerter, getrockneter Magerquark zusammen mit Roggen und Käsemilben in einer Holzkiste. Dabei wird ein einzelner Käselaib von etwa einer halben Million der rund 0,3 mm kleinen Tierchen bevölkert. Gut, dass sie nicht größer sind, so rutschen sie besser. Beim Verzehr des Käses werden sie nämlich mitgegessen.

Nr. 6
Surströmming

Surströmming Essen ReisenAuch Schweden kann mit einer interessanten Fischvariante aufwarten, Surströmming, für manch einen das übelriechendste Lebensmittel der Welt. Dabei werden hier nur unschuldige, im Frühjahr gefangene Heringe gesäuert, in großen Fässern in Salzlake konserviert und nach einigen Monaten in Dosen abgefüllt. Die haben dann allerdings großes Potential – und zwar zum Explodieren. Aufgrund des Gärungsprozesses bilden sich Gase und ein immenser Druck, sodass eine Öffnung im vollgelaufenen Spülbecken, also unter Wasser angeraten ist. Wenn das gutgeht, isst man den Fisch in Schweden am liebsten mit Brot, Zwiebeln und Kartoffeln.

Nr. 7
Natto

Natto Essen ReisenIn Japan mag man Natto, eine Delikatesse aus fermentierten Sojabohnen. Ein den Bohnen nach dem Kochen zugesetztes Bakterium sorgt für die Bildung eines zähen Schleims, der beim Essen dann auch schön Fäden zieht. Eine nicht nur optisch, sondern auch geruchstechnisch für Europäer gewöhnungsbedürftige Angelegenheit. Wer tapfer ist und Natto isst, wird mit Vitamin C und K, Selen, Zink, Magnesium, Eisen, Lecithin und weiteren der Gesundheit zuträglichen Wirkstoffen belohnt. Natto genießt man pur, auf Reis, als Sushi oder Beilage und in Japan schon zum Frühstück.

Nr. 8
Durian

Durian Essen ReisenIn Südostasien und den Tropen ist sie zu Hause, die Frucht, an der sich die Geister scheiden. Durian heißt sie, wird aber auch Stinkefrucht genannt, woran wir schon sehen, wo das Problem liegt. Während die einen trotz des Geruchs der Frucht hingerissen sind von ihrem Geschmack, wenden sich die anderen mit Grausen ab und verzichten auf das Vergnügen des Verzehrs. Der Geruch des stacheligen Obstes ist nicht nur übel, sondern auch ausgesprochen hartnäckig. Auf einer Philippinen Reise ist es in den meisten Hotels daher verboten, auf dem Zimmer Durian zu verzehren. Bei Zuwiderhandlung muss die Behausung einige Tage länger bezahlt werden, als gebucht. In Singapur gibt es sogar Verbotsschilder, die darauf hinweisen, dass Durians nicht in der U-Bahn befördert werden dürfen.

Nr. 9
Kopi Luwak

Kopi Luwak Essen Reisen
Kopi Luwak Kaffee Reisen Essen

Manch Koffeeinjunkie gerät ins Schwärmen, wenn von Kopi Luwak die Rede ist, handelt es sich dabei doch um den teuersten Kaffee der Welt mit einem ganz besonderen Aroma. Wie bei der Herstellung jedes anderen Kaffees ist hier die Fermentierung ein wichtiger Arbeitsschritt – allerdings mit dem Unterschied, dass dieser im Magen des Fleckenmusangs, einer in Südostasien ansässigen Schleichkatzenart stattfindet. Den Rest kann man sich denken und Skeptikern sei gesagt: Ja, die begehrten Kaffeebohnen werden aus den Ausscheidungen des Tieres gewonnen, das zwar das Fruchtfleisch der Kaffeefrucht verdauen kann, aber eben nicht die Bohne. Kenner schwören auf den unvergleichlich vollmundigen Geschmack des Endprodukts.

Nr. 10
Escamoles

Escamoles Essen ReisenViva Mexico! Denn dort gibt es Escamoles, auch bekannt als „Mexikanischer Kaviar“. Diese Köstlichkeit besteht aus den Larven der ziemlich großen und aggressiven Ameisenart „Liometopum“, die vorzugsweise in den Wurzelballen von Agavenpflanzen aufzuspüren sind. Hat man die Larven den bissigen Eltern erfolgreich entrissen, so werden sie schließlich gerne gebraten und in Gesellschaft von Chilischoten, Knoblauch, Zwiebeln und Tomaten auf einer Tortilla oder in einem Taco serviert. Besonders in Mexico-City nebst Umland schwört man auf den nussig-buttrigen Geschmack der Tierchen und befindet sich dabei in guter Gesellschaft, denn schon von den Azteken wurden die eiweißreichen Larven als Nahrungsmittel genutzt.

Tischmanieren im Ausland

Wie in Deutschland, so gelten natürlich auch in anderen Ländern bestimmte Sitten bei Tisch. Das Problem ist nur, dass es nicht dieselben sind wie bei uns und sie sich noch dazu häufig von Land zu Land unterscheiden.

Hier gilt es, sich im Vorfeld zu informieren, damit es im Urlaub oder auf der Geschäftsreise nicht zu peinlichen Situationen kommt.

Achtung, Fettnäpfchen!
Wo wird mit der Hand gegessen und wenn ja, mit welcher? Welche Gesprächsthemen sind bei Tisch tabu? Wie signalisiere ich, dass ich keinen Hunger mehr habe? Was sollte ich beim Essen niemals tun? Diese und viele weitere Fragen beantwortet Ihnen unsere kleine Weltreise in Sachen Benimm.

Ein kleiner Reiseknigge

Bevor Sie Ihre Reise antreten, sollten Sie sich erkundigen, zu welchen Uhrzeiten in Ihrem Zielland die Mahlzeiten eingenommen werden. Sonst kann es Ihnen passieren, dass Sie zum Beispiel in Spanien, einem Land, in dem erst zwischen 14.00 und 16.00 Uhr zu Mittag gegessen wird, vor verschlossenen Restauranttüren stehen, wenn Sie bereits um 13.00 Uhr vor Ort sind. Abendessen gibt es dann manchmal auch erst ab 21.00 Uhr, was auch in Griechenland Usus ist.

In südlichen Ländern wie Italien, Spanien oder Griechenland ist das Frühstück nicht sehr üppig. Dafür wird mittags ausführlich und vor allem abends oft mit mehreren Gängen gespeist. Am besten informieren Sie sich im Vorfeld über die Gepflogenheiten im Land Ihrer Wahl, damit Sie sich den Gewohnheiten anpassen können.

Schon als Kinder haben wir gelernt, dass wir unseren Teller stets leer zu essen haben. Hinsichtlich dieser Sitte ist allerdings in manchen Gegenden Vorsicht geboten, so zum Beispiel in den USA und Kanada, China, Japan, Thailand, Finnland und in arabischen Ländern. Dort signalisiert der leere Teller, dass Sie noch Hunger haben und es wird Ihnen immer wieder nachgefüllt. Also lieber einen kleinen Rest auf dem Teller lassen, wenn Sie gesättigt sind.

In Japan gilt es, sich bei Tisch nur mit gedämpfter Stimme zu unterhalten und auch bei der Themenwahl sollte man diskret sein. Über Politik oder Religion zu sprechen ist nicht angesagt. Auch das Thema Job kommt nicht überall gut an. So zum Beispiel in China oder Singapur. Kein Problem damit haben Ihre Gesprächspartner in den USA, Kanada, Japan, Großbritannien, Frankreich, Schweden, Russland und Israel.

Trinkgeld ist ein wichtiges Thema beim Restaurant- oder Cafébesuch. Auch hier sollten Sie sich erkundigen, was in Ihrem Zielland üblich ist. So fallen in den USA die Trinkgelder üblicherweise ziemlich großzügig aus. In vielen europäischen Ländern, wie zum Beispiel in Österreich sind zwischen 5-10 Prozent üblich, allerdings darf man dort dem Herrn Ober im Kaffeehaus auch gerne 20% überlassen. Hat der Sie schließlich auf Ihrer Städtereise nach Wien mit wohlfeilem Wasser zum Kaffee versorgt und die Zeitung durften Sie auch gratis lesen.

Wenn Sie in einem privaten Haus als Gast eingeladen sind, so besteht in den meisten Ländern das Essen aus vielen Gängen. Hier sollten Sie dann lieber von jedem Gang eine überschaubare Menge nehmen, als einen Gang auszulassen. Letzteres würde einer Beleidigung gleichkommen.

Tischmanieren im Ausland

Die Top 12 No-Gos
zu Tisch auf Reisen

Das geht ja gar nicht!

Damit das gepflegte Dinner mit den neuen Urlaubsbekanntschaften nicht zur Essensschlacht ausartet, gibt es einige Tabus, die sie besser nicht brechen sollten!

No-Go Nr. 1
Spaghetti mit Löffel

Bitte in Italien die Spaghetti niemals mit Löffel und Gabel essen und auch nicht von der Nudelpracht abbeißen. Die Pasta wird lediglich mit der Gabel aufgerollt und dann zierlich zum Munde geführt. Dies gilt auch für Tagliatelle und andere Bandnudeln, die auf keinen Fall mit dem Messer zerteilt werden dürfen. Nicht verzagen, Übung macht den Meister!

Lust auf echte italienische Spagetti bekommen? Buchen Sie schnell Ihre Italien Reise, damit die Pasta nicht kalt wird.

No-Go Nr. 2
Kleiderordnung

Kleiderordnung Essen ReisenShorts und Tankinis machen sich gut am Strand, aber nicht im Restaurant. Das gilt für alle Urlaubsländer. Zwar müssen Sie nicht in Smoking und kleinem Schwarzen auftreten, sondern dürfen auch in legerer Kleidung speisen, aber gepflegt und nicht allzu freizügig sollte das Outfit schon sein.

No-Go Nr. 3
Reich mir die Kralle

Essen Hand ZitroneIn vielen arabischen oder asiatischen Ländern wird oftmals mit der Hand gegessen. Hierbei gilt es, nur die rechte zu benutzen, die linke gilt als unrein. Sollten Sie im Schneidersitz essen, so achten Sie darauf, dass Ihre Schuhsolen nicht in Richtung einer anderen Person zeigen, dieses würde als Beleidigung interpretiert.

No-Go Nr. 4
Don’t drink and dine

Ramadan lamp and dates on wooden background. Still life with oriental lantern. Vintage style toned picture

In muslimischen Ländern sollten Sie während des Ramadan auf Alkohol verzichten, auch im Restaurant oder Hotel, falls dort Alkohol angeboten wird – wenigstens bis Sonnenuntergang.

No-Go Nr. 5
Das Brot brechen!

Baguette Hund WeinIn Frankreich gibt es mittlerweile ein großes Angebot an Brotsorten, aber ein Baguette ist immer noch ein Baguette. Auf Ihrer Reise nach Frankreich sollten Sie daher beachten, dass dieses niemals mit dem Messer zerteilt wird, geschweige denn beißt man einfach hinein. Nein. Sondern von der köstlichen Krume wird jeweils ein mundgerechtes Stück abgebrochen und dann seiner Bestimmung zugeführt. Man darf es pur essen, es als Vehikel benutzen, um etwas Fleisch oder Gemüse auf die Gabel zu schieben, es genussvoll in die Sauce tunken oder mit dem Messer ein Stück Käse darauf geben. So einfach ist das – voilà!

No-Go Nr. 6
Der skandinavische Fußabdruck

Schuhverbot Essen ReisenWenn Sie in Skandinavien in einen privaten Haushalt eingeladen werden, sollten Sie diesen nicht mit Schuhen betreten. Das macht man einfach nicht. Auf einer Finnland Reise werden Sie vielleicht nicht nur zum Essen, sondern auch noch zu einem Saunabesuch eingeladen, was Sie nicht irritieren sollte, sondern ganz normal ist. Schuhe brauchen Sie in der Sauna dann ja auch nicht.

No-Go Nr. 7
Besser wieder rauf als raus

Naseputzen Schwein Essen ReisenIn vielen Ländern Asiens, in der Türkei und der Ukraine sowie auch teilweise in Skandinavien, gilt es als ausgesprochen unhöflich, sich bei Tisch die Nase zu schnäuzen. Dann lieber tief durch die Nase einatmen!

No-Go Nr. 8
Das Runde muss ins Hungrige

Thailand Essen ReisenIn Thailand isst man üblicherweise nicht mit Messer und Gabel, sondern mit Löffel und Gabel. Wobei die Gabel dazu dient, das Essen auf den Löffel zu befördern und nicht direkt in den Mund. Dieses ist nicht vorgesehen und wird in Thailand so bewertet, als würden Sie in Berlin oder Castrop-Rauxel Ihr Messer ablecken. Und wenn wir schon dabei sind: Auch Essstäbchen werden niemals abgeleckt!

No-Go Nr. 9
Die Milch wird sauer

Cappucino Essen ReisenWenn Sie sich nicht als hoffnungsloser Tourist outen wollen, so bestellen Sie sich in Italien nach dem Abendessen am besten keinen Cappuccino. Dieser wird von den Einheimischen nur morgens und bis zum frühen Nachmittag getrunken. Danach tritt der Espresso, der auch schon nach dem Aufstehen die Lebensgeister weckt, sein absolutes Regiment an.

No-Go Nr. 10
Fünf-Zinken-Gabel

Tacos Hand Essen ReisenBeherzt zugreifen heißt die Devise in Mexiko, denn dort werden Tacos, außer man möchte seine Unkenntnis zur Schau stellen, nicht mit Messer und Gabel, sondern mit der Hand gegessen. Genau so und nicht anders!

No-Go Nr. 11
Der Fisch fällt immer auf die Unterseite

Gräten EssenWenn Sie sich in China anschicken, einen ganzen Fisch zu verspeisen, so ist das eine leckere Angelegenheit. Nachdem Sie die obere Hälfte gegessen haben, ergibt sich allerdings ein Problem: den Fisch zu wenden bringt Unglück. Also das Tier besser nicht umdrehen, sondern nonchalant die Mittelgräte entfernen und dann weiterspeisen.

No-Go Nr. 12
Is(s)t doch Käse …

ParmesanItaliener sind warmherzig, großzügig und fröhlich, aber in manchen Dingen verstehen sie absolut keinen Spaß. Vor allem nicht, wenn es um den Parmesan und seine Begleiter geht. Fragen Sie daher niemals im Restaurant danach, falls er nicht angeboten wird. Wenn zu den Tagliatelle mit Lachs kein Parmesan gereicht wird, dann muss das so sein. Denn Parmesan zu Fisch, oder besser noch zur Pizza, ist kein No-Go, sondern ein No-No-Go. Basta!

Lieblingsgerichte aus aller Welt
Was man unbedingt genossen haben sollte

Es gibt Dinge, die man auf Reisen einfach nicht verpassen darf. Etwa den unglaublich schönen Sonnenuntergang auf Capri, das bunte Treiben im Karneval von Rio und den atemberaubenden Blick von einem der Aussichtspunkte am Grand Canyon. Oder auch manch kulinarisches Highlight, ohne dessen Genuss man ein Land eigentlich gar nicht richtig kennengelernt hat.

Längst schon haben Tapas den Sprung nach Deutschland geschafft und sind hierzulande äußerst beliebt. Allerdings sind sie nicht immer ganz authentisch. Daher auf einer Spanien Reise unbedingt Tapas probieren! Unser Geheimtipp: Machen Sie sich auf nach Donostia/San Sebastián. Dort heißen die köstlichen Häppchen Pintxos und sind so lecker, dass man am liebsten für immer bleiben möchte.

Zum Nachtisch dann noch eine Crema Catalana, eine mit Zimt und Zitrone abgeschmeckte Creme aus Eigelb, Zucker und Milch, die gebacken und anschließend karamellisiert wird. Danach ist man nicht nur satt, sondern auch sicher, dass das Leben einfach nur schön ist.

Auf Sizilien werden sie an fast jeder Straßenecke feilgeboten – Arancini, die aussehen wie kleine Orangen und deshalb auch so heißen. In Wirklichkeit handelt es sich hier aber um gefüllte und frittierte Reisbällchen. Die Füllung besteht mal lediglich aus Käse wie Fontina oder Mozzarella, oft kommen aber noch Tomaten, Auberginen, Spinat oder auch weitere delikate Ingredienzien hinzu. Was auch immer drinsteckt – Prädikat lecker!

Bitte nicht mit den Augen rollen, wenn wir Ihnen sagen, dass Sie in Italien unbedingt Pizza essen müssen. Ein alter Hut? Mitnichten. Wer niemals in Italien, sondern nur in Deutschland Pizza gegessen hat, weiß nicht, wie Pizza schmecken muss.

In Frankreich herrscht ein starkes kulturelles Nord-Süd-Gefälle, was sich auch in den regionalen Küchen widerspiegelt. Im Elsass sollten Sie sich auf keinen Fall einen ordentlichen Flammkuchen entgehen lassen. Unglaublich, was man aus ein bisschen dünnem Teig nebst weniger Auflage fabrizieren kann. Geben Sie sich hier aber Mühe, an ein authentisches, im Holzofen gebackenes Produkt heranzukommen. Leider wird zunehmend mit Convenience-Produkten gearbeitet.

Wenn Sie in der Provence die Chance haben, ein Grand Aioli zu probieren, ganz laut „Hier“ schreien – vorausgesetzt, Sie sind kein Vampir und können Knoblauch vertragen. Der spielt nämlich bei diesem Gericht die Hauptrolle und begleitet in vorzüglicher Mayonnaise verpackt, Fischfilets, verschiedene Gemüse, eventuell hartgekochte Eier und manchmal auch Meeresschnecken.

Die türkische Küche hat wahrlich mehr zu bieten als Döner – der dort übrigens ursprünglich niemals in weichem Brot serviert wurde, sondern auf einem Teller nebst Beilagen. Karnivoren haben in der Türkei die Wahl zwischen vielen weiteren Fleischspeisen – vorzugsweise vom Lamm. Aber auch Vegetarier kommen am Bosporus auf ihre Kosten. Probieren Sie einmal Gözleme mit Spinat und Schafskäse gefüllt. Hier umhüllt ein saftiger Teig das Innere und das Ganze macht einfach nur Spaß.

Neben den allseits bekannten Köfte aus Hackfleisch, braucht sich die vegetarische Variante auf Basis von Bulgur keinesfalls zu verstecken. Und auch die vielen guten Fisch- und Gemüsegerichte in der Türkei sollte man nicht links liegen lassen. Letztere haben so sprechende Namen wie „Der Imam fiel in Ohnmacht“ – weil es ihm so gut geschmeckt hat natürlich. Wer diese kullinarische Vielfalt genießen möchte, wird auf einer All-Inklusive Türkei Reise reichlich bedient.

Fleisch, Fisch und Gemüse – das sind die Eckpfeiler der griechischen Küche und von daher ist für jeden etwas dabei. Das kennen wir schon aus griechischen Restaurants, die uns hierzulande glücklicherweise mit der schmackhaften Mittelmeerküche verwöhnen. Selten auf der Karte steht allerdings in unseren Gefilden leider Arni Psito, eine marinierte, im Ofen gebackene Lammkeule, die, so denn der Koch will, am Ende butterzart auf dem Teller landet. Also unbedingt im Land der Götter probieren!

Kein Schattendasein hingegen führt bei uns der allseits beliebte Tsatsiki. Dennoch empfehlen wir, den erfrischenden Dip in seinem Ursprungsland zu kosten. Dieses führt nämlich nicht nur zu erheblichem Gaumenschmaus, sondern auch zu der Erkenntnis, dass in dieser Speise Zutaten wie Mayonnaise, Crème fraîche oder saure Sahne eher fehl am Platze sind. Am besten selber live probieren, z.B. auf einer Städtereise nach Athen.

Wer seinen Koffer auf einer Marokko Reise vergessen hat, vermisst oft auch Tajine. Dies ist ein Topf aus Ton oder gemagertem Lehm. Mit gleichem Namen werden auch die darin zubereiteten Gerichte bezeichnet. Diese werden geschichtet und schmoren langsam vor sich hin, während sie in ihrem eigenen Dampf garen. Dafür sorgen die konische Form des Topfes und seine Geschlossenheit. Das Ergebnis ist pures Essvergnügen, mal mit Fleisch und Gemüse, mal mit Fisch und Kräutern, aber auch Süßspeisen können als Tajine daherkommen. Tajine-Rezepte kann man in einem normalen oder im Römertopf nachmachen. Aber es schmeckt niemals so wie in Marokko.

Auch der marokkanische Minztee mundet nirgendwo so wie im Lande. Was an der Art der Zubereitung liegt und auch an der Hingabe, mit der er serviert wird. Oder haben Sie schon mal Tee aus vierzig Zentimetern Höhe in ein Glas gegossen?

Die Vereinigten Staaten von Amerika sind nicht nur groß, sondern sehr groß und außerdem äußerst vielfältig, weshalb unsere Empfehlungen leider mitnichten repräsentativ sind. Gegessen haben muss man aber, so viel ist klar, auf jeden Fall ein ordentliches Steak, am besten medium rare zubereitet und so ungefähr 400 Gramm schwer. Die Beilagen sind dann auch lecker, fallen aber nicht mehr so ins Gewicht.

Im Süden des Landes, rund um Louisiana und New Orleans lädt die kreolische Küche zum Kosten ein. Hier locken unter anderem das würzige Eintopfgericht Gumbo in vielen Variationen oder spicy Jambalayas, die auf Reisbasis zubereitet werden.

Sollten Sie es „nur“ bis New York schaffen, so stehen auf jeden Fall Bagels, Hot Dogs, Hamburger, Donuts und Pastrami Sandwiches auf dem Programm. Das alles werden sie nie wieder irgendwo so essen.

Immer mehr Urlauber zieht es nach England und vor allem Städtereisen nach London sind mehr und mehr beliebt. Dabei huscht der Ruf der schlechten Küche des Eilandes den Reisenden voraus. Was allerdings kompletter Unsinn ist. Nehmen wir mal Fish &Chips. Auf dem Touristenpier in Brighton oder in einer nicht ganz so tollen Eckkneipe genossen, kann das natürlich ein kulinarisches Desaster sein. Gut zubereitet ist das Ganze allerdings eine fantastische Angelegenheit: saftig gebackener Fisch und knusprig frittierte Kartoffelstücke nebst einiger Beilagen. Am besten begeben Sie sich zum Genuss von Fish & Chips an die Küste Englands, zum Beispiel nach Whitby, wo sie so ganz nebenbei auch noch auf Draculas Spuren wandeln können.

Eine der schönsten Sitten Englands, ist die Tea Time, pardon, der Afternoon Tea. Hier kommen zwischen vier und fünf Uhr nachmittags nicht nur Tee, sondern auch Süßes wie Scones mit Clotted Cream und Marmelade sowie herzhafte Sandwiches auf den Tisch. Unbedingt in einer der vielen schönen Teestuben mitmachen!

Ungebratener oder gekochter Fisch ist nicht bäh, sondern lecker, vor allem, wenn er als Ceviche zubereitet ist. Dieses, mittlerweile in vielen südamerikanischen Ländern und auch in Mexiko verbreitete Gericht, stammt aus Peru. Dort sollte man den kurz in Zitronensaft marinierten und anschließend mit Tomaten und roten Zwiebeln servierten Fisch auf keinen Fall an sich vorbei schwimmen lassen.

Hinterher kann man dann einen Pisco Sour genießen, einen Cocktail, der auf einem peruanischen Traubenschnaps basiert. Dieser wird für den Drink mit Limettensaft, Eis, Zucker und Eiweiß gemixt. Wohl bekomm’s und gerne noch einen!

Scharf, schärfer, am schärfsten, das ist die Küche Thailands, die abgesehen davon, dass sie bei Ungeübten Feueralarm auslöst, sehr leicht und gesund daherkommt. Klassisch sind natürlich das rote und grüne Curry, die Sie, obwohl auch hierzulande bekannt, unbedingt vor Ort auf einer Individualreise nach Thailand probieren sollten. Es schmeckt einfach noch mal ganz anders. Das Gleiche gilt für die Suppen wie Tom Ka Gai oder Tom Yam Gung. Und dann unbedingt auch Pad Kra Pao probieren, ein Gericht aus gebratenem Schweinefleisch, das mit Heiligem Basilikum und Chili aromatisiert und überall angeboten wird.

Zum Essen können Sie sich neben Mineralwasser oder Cola ein Chang-Bier oder auch einen Mekhong schmecken lassen. Aber Vorsicht, Letzterer ist hochprozentig!

Ran an die Buletten…
… oder auch an köstliche Fisch- und Gemüsegerichte, Tajine oder Reistafeln. Begleiten Sie uns auf einer kulinarischen Reise quer durch die Regionen der Erde.

Die 10 leckersten Urlaubsrezepte

Hier koch ich!

Klicken Sie sich durch unsere Auswahl der leckersten Urlaubsrezepte und genießen Sie die lokale Küche in Ihrem Reiseland.

Nr. 1
Garnelen in Knoblauchöl
(Tapa oder Vorspeise für 4 Personen)

Zutaten:

  • 500 g frische Garnelen mit Schale
  • 120 ml Olivenöl
  • 6 Knoblauchzehen
  • 2 Chilischoten
  • 1 Bund glatte Petersilie
  • Salz, Pfeffer
Essen und Reisen Rezepte Garnelen

Zubereitung:

Die Garnelen schälen und den Darm entfernen. Kurz kalt abspülen und mit Küchenpapier trockentupfen. Chilischoten waschen und in dünne Ringe schneiden (wer es nicht so scharf mag, entkernt die Schoten vorher). Knoblauch schälen und in Scheiben schneiden. Petersilie waschen, trocknen und grob hacken.
Das Olivenöl in einer Pfanne heiß werden lassen. Chilischoten, Knoblauch und Garnelen hinzugeben und alles zwei bis drei Minuten braten, dabei leicht salzen und pfeffern. Aufpassen, dass der Knoblauch nicht verbrennt, sonst wird er bitter.
Die Garnelen in ein oder mehrere Schälchen geben und mit der Petersilie bestreuen. Sofort mit frischem Weißbrot servieren.

Tipp:

Sie können auch vorgegarte Garnelen nehmen, ruhig auch aus der Tiefkühltruhe. In diesem Falle den Knoblauch und die Chilischoten zwei bis drei Minuten braten, dann erst die Garnelen dazugeben und kurz durcherhitzen.

Nr. 2
Pizza Margherita
(für 6 Pizzas oder ein Blech)

Zutaten:

  • 500 g Mehl (Type 00 oder Type 405)
  • 1/4 l lauwarmes Wasser
  • 1/2 Würfel Frischhefe
  • 1,5 gest. TL Salz
  • 250 g passierte Tomaten
  • Oregano
  • 300 g Mozzarella
  • Basilikumblätter
Essen auf Reisen Pizza Margerita

Zubereitung:

Das Mehl in einer Schüssel sieben und eine Vertiefung in den Mehlberg drücken. Dort hinein die Hefe bröseln und das Salz sowie etwas von dem Wasser dazugeben. Etwas von dem Mehl in der Schüssel über die Mulde schaufeln, sodass Hefe, Wasser und Salz bedeckt sind. Die Schüssel mit einem Tuch abdecken und das Ganze an einem warmen Ort gehen lassen, darauf achten, dass die Schüssel nicht in Zugluft steht.
Nach einer Viertelstunde das restliche Wasser in die Schüssel geben und alle Zutaten ordentlich kneten – je länger, desto besser. Danach die Schüssel wieder abdecken und den Teig wiederum ohne Zugluft an einem warmen Ort eine halbe bis eine Stunde gehen lassen.

In der Zwischenzeit den abgetropften Mozzarella in dünne Scheiben schneiden oder reiben, die Basilikumblättchen waschen und die passierten Tomaten mit Oregano würzen.
Wenn der Teig gegangen ist, diesen zu sechs dünnen Pizzas ausrollen (oder so, dass er auf ein Backblech passt). Diese ganz dünn mit den passierten Tomaten bestreichen, die Ränder bleiben dabei frei.
Den Mozzarella sparsam auf den Pizzas verteilen und auf der höchsten Stufe, die Ihr Herd hergibt, backen (Vorheizen nicht vergessen). Das dauert je nach Hitze rund fünf bis zehn Minuten.
Die Pizza aus dem Ofen holen und mit Basilikumblättern garnieren.

Nr. 3
Elsässer Flammkuchen
(für 2 Personen)

Zutaten:

  • 200 g Mehl
  • 1/2 TL Salz
  • 1,5 EL Öl
  • 100 ml Wasser
  • 200 g Schmand
  • 1 Gemüsezwiebel oder 2 Küchenzwiebeln
  • 100 g durchwachsener Speck
  • Pfeffer, Muskat
Essen auf Reisen Flammkuchen

Zubereitung:

Den Backofen auf 250 Grad Ober/Unterhitze vorheizen. Mehl, Öl, Wasser und Salz zu einem Teig verarbeiten. Je nach Konsistenz eventuell noch etwas Wasser oder Mehl zugeben. Sodann den Teig eine halbe Stunde ruhen lassen, am besten im Kühlschrank.
Währenddessen den Speck in feine Streifen und die Zwiebel in dünne halbe Ringe schneiden sowie den Schmand mit Pfeffer und Muskat verrühren.
Nach der Ruhezeit den Teig in Portionen ganz dünn ausrollen und mit Schmand bestreichen. Darauf den Speck und die Zwiebeln verteilen. Die Flammkuchen nacheinander im Ofen in etwa 10 Minuten knusprig backen.

Nr. 4
Imam Bayildi
(Vorspeise für 4 Personen)

Zutaten:

  • 4 längliche Auberginen
  • 4 Tomaten
  • 4 Zwiebeln
  • 4 milde Spitzpaprika
  • 4 Esslöffel Petersilie
  • 12 Knoblauchzehen
  • 1/2 TL Zucker
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer
Essen auf Reisen Imam Bayildi

Zubereitung:

Den Backofen auf 180 Grad Ober/Unterhitze vorheizen.
Die Auberginen waschen, abtrocknen und den Stielansatz abschneiden. Sodann gilt es, den Auberginen ein Zebramuster zu verpassen. Hierfür im Abstand von ca. einem Zentimeter immer einen Streifen Schale abschneiden und einen stehen lassen. Nun das Gemüse in Olivenöl von allen Seiten anbraten, bis es etwas weich wird. Beiseite stellen.
Knoblauch, Zwiebeln und Petersilie hacken, Spitzpaprika und Tomaten in kleine Würfel schneiden. Alles zusammen mit dem Zucker, Pfeffer und Salz etwa fünf Minuten bei milder Hitze in einer Pfanne braten und darauf achten, dass am Schluss alle Flüssigkeit verdampft ist.
Die Auberginen etwas auseinanderziehen und die Zutaten aus der Pfanne in die entstandene Öffnung füllen.
Die nun gefüllten Auberginen mit etwas Olivenöl begießen und für etwa 45 Minuten in den Ofen geben.

Tipp:

Imam Bayildi schmeckt lauwarm aber auch kalt sehr gut.

Nr. 5
Tsatsiki
(Vorspeise für 4 Personen)

Zutaten:

  • 500 g griechischer Joghurt
  • 1 Salatgurke
  • 6 Knoblauchzehen
  • Salz, Pfeffer
  • 1 EL Olivenöl
  • 1-3 TL Weißweinessig
  • evtl. etwas Dill
Essen auf Reisen Tsatsiki

Zubereitung:

Die Gurke schälen, entkernen, grob raspeln und mit einem gestrichenen Teelöffel Salz bestreuen. Zum Entwässern rund dreißig Minuten stehen lassen.
Derweil den Knoblauch schälen und eventuell den Dill hacken. Knoblauch in den Joghurt pressen und mit diesem durchrühren.
Die Gurke in einem feinmaschigen Sieb abtropfen lassen und dann den Rest der Flüssigkeit mit einem Kochlöffel herausdrücken.
Die nun trockene Gurke zu der Joghurt-Knoblauch-Mischung geben, mit Olivenöl, Weißweinessig, Pfeffer und eventuell noch etwas Salz abschmecken, alles gut durchrühren und mindestens eine halbe Stunde ziehen lassen. Nach Wunsch Dill unterziehen oder als Garnitur auf den Tsatsiki geben.

Nr. 6
Marokkanischer Minztee
(für 4 Personen)

Zutaten:

  • 1,5 l Wasser
  • 1 Bund Minze, am besten Nana
  • 2 gestr. EL Gunpowder oder anderer grüner Tee
  • 3 EL Zucker
Essen auf Reisen Marokkanischer Minztee

Zubereitung:

Die Minze waschen und von den Stielen befreien. Zusammen mit dem grünen Tee und dem Zucker in eine Kanne geben. Das Wasser aufkochen, in die Kanne gießen und den Tee etwa drei Minuten ziehen lassen, umrühren, in Teegläser füllen und heiß servieren.

Tipp:

Auf Wunsch kann der Tee mit Kardamom, Zitrone oder Anis aromatisiert werden.

Nr. 7
Jambalaya mit Huhn und Garnelen
(für 6 Personen)

Zutaten:

  • 350 g Hühnerbrustfilet in Würfeln
  • 200 g gekochter Schinken, würzig
  • 2 EL Pflanzenöl
  • 1 große Zwiebel, gehackt
  • 1 kl. Bund Frühlingszwiebeln, gehackt
  • 2 grüne Paprikaschoten, entkernt, gewürfelt
  • 1 grüne Chilischote, entkernt, gehackt
  • 3 Stangen Bleichsellerie, gehackt
  • 4 Knoblauchzehen, feingehackt
  • 400 g Langkornreis
  • 3 große Tomaten, gehäutet, entkernt und gehackt
Essen auf Reisen Jambayala
  • 1 kl. Dose Tomaten
  • 1 l Hühnerbrühe
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 TL Thymian, getrocknet
  • 1 gestr. TL Salz
  • 1/4 TL schwarzer Pfeffer
  • 1/2 TL Cayennepfeffer
  • 1/2 TL Paprikapulver, mild
  • 12 Riesengarnelen, roh, entdarmt
  • 1/2 Bund glatte Petersilie, gehackt

Zubereitung:

In einem Schmortopf oder einer hohen Pfanne die Hälfte von dem Öl heiß werden lassen. Hühnerwürfel darin 5 Minuten anbraten und herausnehmen. Den Rest von dem Öl in die Pfanne geben, Zwiebel glasig dünsten, gekochten Schinken, Paprikaschoten, Chilischote, Bleichsellerie und Knoblauch dazugeben und anbraten. Den Reis dazugeben und kurz weiterbraten. Dosentomaten sowie die Gewürze und die Hähnchenwürfel hinzugeben, mit 3/4 der Hühnerbrühe auffüllen und 15 Minuten leise köcheln lassen. Sollte das Jambalaya zu trocken werden, etwas Brühe nachfüllen. Drei Minuten, bevor der Reis gar ist, die Garnelen zugeben und ganz am Schluss die Frühlingszwiebeln unterziehen. Mit Petersilie garniert servieren.

Nr. 8
Gurkensandwiches
(für eine kleine Teeparty)

Zutaten:

  • 12 Scheiben Toastbrot vom Bäcker
  • 1 Salatgurke, geschält
  • Butter, zimmerwarm
  • Salz
  • Pfeffer, schwarz oder weiß
Essen auf Reisen Gurkensandwich

Zubereitung:

Die Gurken hobeln und mit etwas Salz in ein feinmaschiges Sieb geben. 20 Minuten Wasser ziehen lassen.
Währenddessen die Toastbrotscheiben dünn mit Butter bestreichen.
Die Gurken leicht ausdrücken und mit Küchenkrepp abtupfen.
Die Hälfte der Toastbrotscheiben mit den Gurken belegen, pfeffern. Mit den übrigen Toastbrotscheiben abdecken
Nun hintereinander über jeweils eines der so entstandenen Sandwiches Frischhaltefolie legen und mit einem Nudelholz leicht darüberrollen, sodass die Scheiben gut zusammenhalten.
Danach rundherum die Ränder abschneiden.
Jedes Sandwich ein- oder zweimal diagonal durchschneiden oder in Rechtecke teilen.

Tipp:

Die Toastbrotscheiben können statt mit Butter auch mit Frischkäse bestrichen werden und etwas Kresse, Schnittlauch oder Dill auf den Gurkenscheiben macht sich auch gut.

Nr. 9
Chevice
(Vorspeise für 4 Personen)

Zutaten:

  • 400 g frisches Filet vom Weißfisch (z.B. Kabeljau, Zander oder Loup de Mer)
  • 4 Limetten
  • 1 rote Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 grüne Chilischote
  • 2 feste Tomaten
  • 1 Handvoll Koriandergrün
  • Salz, Pfeffer
Chevice Essen auf Reisen

Zubereitung:

Die Fischfilets waschen, trockentupfen und in etwa 1 cm große Würfel schneiden. Die Limetten auspressen und den Saft über den Fisch geben, salzen und pfeffern. In einem flachen Gefäß mit Frischhaltefolie abgedeckt im Kühlschrank etwa eine Stunde lang marinieren lassen. Zwischendurch ein- bis zweimal umrühren.
Während der Marinierzeit Knoblauch, Zwiebel und Koriandergrün fein hacken und die Tomate in kleine Stücke schneiden. Die Chilischote in dünne Ringe schneiden (wer es nicht so scharf mag, entfernt vorher die Kerne).
Den Fisch aus dem Kühlschrank nehmen, die restlichen Zutaten untermischen und alles in etwa zwanzig Minuten auf Raumtemperatur bringen. Dabei ab und zu umrühren. Fertig!

Nr. 10
Rotes Thai-Curry

Zutaten:

  • 400 g Hühnerbrust
  • 250 g Pak Choi
  • 150 g Minimaiskolben
  • 200 g asiatische Auberginen
  • 150 g Zuckerschoten
  • 1/2 Galgantwurzel
  • 600 ml Kokosmilch
  • 2 Stk. scharfe rote Chilischoten
Essen auf Reisen Rotes Thaicurry

  • 1 EL Currypaste, rot
  • 2 EL Fischsauce
  • 2 EL Sojasauce
  • 1 EL Palmzucker
  • 3 Zweige Kaffir-Limettenblätter
  • 1/2 Bund Thai-Basilikum
  • 150 ml Wasser
  • 3 EL Erdnussöl

Zubereitung:

Die Hühnerbrust waschen, trockentupfen und in Streifen schneiden. Das Gemüse waschen und mundgerecht zerteilen. Chilischoten hacken. Thai-Basilikum von den Stängeln zupfen.
In einem Wok oder in einem großen breiten Topf das Öl erhitzen, die Currypaste hinzugeben und etwas anbraten. Wenn sich alles gut vermischt hat, mit dem Wasser ablöschen. Nach und nach die Kokosmilch hinzugeben und alles mit Fischsauce, Palmzucker, Sojasauce, Chilischoten und der am Stück belassenen Galgantwurzel zum Köcheln bringen.
Das Hühnerfleisch sowie die Kaffir-Limettenblätter hinzugeben und alles etwa fünf Minuten köcheln lassen.
Nun das Gemüse dazugeben und weitere zehn Minuten leise simmern lassen. Die Herdplatte ausschalten und am Schluss die Basilikumblätter unterrühren.
Zum Thai-Curry wird Reis gereicht.

Wir wünschen Ihnen eine gesunde und genussvolle Reise und viel Spaß bei den kulinarischen Urlaubserinnerungen in Ihrer Küche!