Albanien 2026: Flughafen Vlora verzögert sich – so erreichst du die Albanische Riviera
Sonntag, 14. Juni 2026
Der neue Flughafen Vlora sollte 2026 zum direkten Tor an die Albanische Riviera werden – doch ohne erteilte Betriebszulassung verzögert sich die Eröffnung, und die Schweizer Fluggesellschaft Chair Airlines hat ihre für den Sommer 2026 geplanten Flüge ab Zürich nach Vlora wieder gestrichen. Albaniens türkisblaue Küste bleibt damit für den Moment ohne eigenen Riviera-Flughafen erreichbar – wer trotzdem hinmöchte, kommt aber weiterhin gut hin. Wir zeigen, wie.
Was am Flughafen Vlora gerade passiert
Der internationale Flughafen Vlora (Kürzel VLO) an Albaniens Südküste gilt als eines der wichtigsten Infrastrukturprojekte des Landes: Er soll Urlauber künftig direkt an die berühmte Albanische Riviera bringen, statt über die weiter nördlich gelegene Hauptstadt Tirana. Doch laut übereinstimmenden Berichten Schweizer Medien und mehrerer Reisefachmedien (Stand Juni 2026) fehlt dem Airport weiterhin die nötige Betriebszulassung. Die Folge: Die Schweizer Fluggesellschaft Chair Airlines, die ab dem 26. Juni 2026 als eine der ersten Linienverbindungen von Zürich nach Vlora starten wollte, hat diese Flüge für den Sommer 2026 wieder aus dem Programm genommen, weil die Zertifizierung nicht rechtzeitig vorlag. Rund um das Projekt gibt es zudem Streit zwischen Investoren sowie ungeklärte Genehmigungsfragen, sodass ein verlässlicher Eröffnungstermin derzeit offen bleibt.
Warum Albanien gerade so gefragt ist
Dass ausgerechnet ein albanischer Flughafen für Schlagzeilen sorgt, zeigt, wie stark das Land als Reiseziel boomt. Albanien hat sich in den letzten Jahren vom Geheimtipp zum gefragten Sommerziel entwickelt – und das aus guten Gründen.
Türkises Wasser zu kleinen Preisen
Die Albanische Riviera zwischen dem Llogara-Pass und der Hafenstadt Saranda begeistert mit glasklarem, türkisfarbenem Wasser, hellen Kiesstränden und einer noch vergleichsweise ursprünglichen Küste. Orte wie Ksamil mit seinen vorgelagerten Inselchen werden längst als „Malediven Europas“ gehandelt. Dabei sind die Preise für Unterkunft, Essen und Ausflüge deutlich niedriger als an den etablierten Küsten Kroatiens, Italiens oder Griechenlands.
Weniger Trubel als an klassischen Mittelmeerküsten
Trotz des Aufschwungs geht es an vielen albanischen Stränden noch entspannter zu als in den Hotspots der Nachbarländer. Wer das Mittelmeer abseits der großen Massen erleben möchte, findet hier lange, ruhige Abschnitte – auch wenn die bekanntesten Buchten in der Hochsaison im Juli und August inzwischen ebenfalls gut besucht sind.
Mehr als nur Strand
Albanien punktet auch mit Kultur und Natur: Die antike Ausgrabungsstätte Butrint nahe Saranda zählt zum UNESCO-Welterbe, der Llogara-Nationalpark bietet spektakuläre Ausblicke von den Bergen aufs Meer, und Städte wie Berat und Gjirokastra beeindrucken mit ihren osmanisch geprägten Altstädten.
So erreichst du die Albanische Riviera jetzt
Auch ohne den Flughafen Vlora ist die Anreise gut machbar – du brauchst nur einen kleinen Umweg.
Über Tirana
Der internationale Flughafen der Hauptstadt Tirana ist das wichtigste Tor des Landes und wird aus Deutschland regelmäßig angeflogen. Von dort sind es rund drei bis vier Stunden mit Mietwagen oder Transfer in den Süden an die Riviera – eine landschaftlich reizvolle, aber längere Fahrt.
Über Korfu und die Fähre
Besonders praktisch ist der Weg über die griechische Insel Korfu: Von dort verkehren in der Saison mehrmals täglich Fähren ins nur wenige Seemeilen entfernte Saranda – die Überfahrt dauert je nach Schiff rund 30 bis 90 Minuten. So lässt sich ein Badeurlaub auf Korfu sogar mit einem Abstecher nach Albanien verbinden. Günstige Angebote findest du etwa bei einer Pauschalreise nach Korfu oder kurzfristig per Last-Minute nach Korfu.
Mit dem eigenen Auto
Wer Zeit mitbringt, reist über die Adria-Fähren ab Italien (etwa Bari oder Brindisi nach Durrës) oder auf dem Landweg über Montenegro an. Das lohnt sich vor allem für Roadtrips entlang der gesamten Küste.
Praktische Tipps für deinen Albanien-Urlaub
- Beste Reisezeit: Mai, Juni und September bieten warmes Badewetter ohne den größten Hochsommer-Andrang.
- Einreise: Für deutsche Staatsbürger genügt der Personalausweis; touristische Aufenthalte bis 90 Tage sind visumfrei.
- Bezahlen: Landeswährung ist der Lek; in touristischen Orten wird teils auch Euro akzeptiert, Bargeld bleibt aber wichtig.
- Vor Ort unterwegs: Ein Mietwagen lohnt sich, da Busverbindungen an der Riviera dünn sind; die Bergstraßen sind kurvig, aber gut befahrbar.
- Flexibel buchen: Solange der Flughafen Vlora nicht in Betrieb ist, planst du die Anreise am besten über Tirana oder Korfu und prüfst Direktflug-Angebote rechtzeitig.
