Außergewöhnliche Nationalparks 2020

Sonntag, 26. Januar 2020

Europas Landschaften sind wunderschön und warten mit jeder Menge Naturphänomenen auf. Ein ganz besonderes Highlight ist die fast unberührte Natur in den zahlreichen Nationalparks des Kontinents. Man muss also nicht unbedingt die weite Welt bereisen, denn die folgenden 10 Nationalparks befinden sich fast um die Ecke.

Sächsische Schweiz

Nebliges Dämmern in der Sächsischen Schweiz.

Die wilde Natur Europas hautnah erleben

Viele Menschen bevorzugen mittlerweile Reiseziele fernab vom Massentourismus, denn sie genießen lieber die Ruhe in der Natur. Nationalparks bieten sich optimal für Aktivurlauber an, deren Herz für ausgedehnte Wanderungen, Radtouren oder Ausritte schlägt. Dabei müssen sich die europäischen Nationalparks nicht hinter den Berühmtheiten, wie zum Beispiel dem Yellowstone Nationalpark in den USA, verstecken. Das beweisen die folgenden zehn auf eindrucksvolle Art und Weise.

Sächsische Schweiz – Deutschland

Der im Jahr 1990 gegründete Nationalpark Sächsische Schweiz lockt jedes Jahr etwa 1,7 Millionen Besucher an. Die weitläufigen Buchenwälder werden von wilden Bächen, bizarren Felsriffen und der Elbe durchzogen. Eine der populärsten Stellen ist die imposante Basteibrücke. Hinter der Grenze geht er dann in den tschechischen Nationalpark Böhmische Schweiz über.

Hohe Tauern – Österreich

Dieser Hochgebirge Hohe Tauern ist flächenmäßig der größte Nationalpark in Mitteleuorpa und beheimatet rund 15.000 verschiedene Tierarten. Der Grund für diesen Artenreichtum sind die unterschiedlichen Höhenlagen vom Tal bis hinauf zu Gipfeln in einer Höhe von 3.000 Metern. Der seit 1981 existierende Park fasziniert vor allem mit seinen ausgedehnten Gletschergebieten, den beeindruckenden Talschlüssen und der alpinen Vegetation.

Gran Paradiso – Italien

Der Nationalpark Gran Paradiso besteht bereits seit den 1920er Jahren und ist somit der älteste des Landes. Den Betreibern liegt vor allem der Schutz gefährdeter Tierarten, wie zum Beispiel des Alpensteinbocks, am Herzen. Das Zentrum des überwiegend bergigen Gebiets bildet der Gran Paradiso mit einer Höhe von 4.061 Metern. Im Westen schließt sich der französische Nationalpark Vanoise an.

Peneda-Gerês – Portugal

Im Nordwesten Portugals, unweit der spanischen Grenze, befindet sich der einzige Nationalpark des Landes. Zum Schutz der Landschaft sowie der Fauna und Flora wurde der hufeisenförmige Park im Jahr 1971 eröffnet. Die Attraktivität des Gebietes machen unter anderem die vielen Wasserfälle, Seen, Gebirgskämme und Flüsse aus. Seit einigen Jahren ist der Nationalpark Peneda-Gerês ein Biosphärenreservat der UNESCO.

Cairngorms – Schottland

Die höchsten Berge Großbritanniens befinden sich fast alle im schottischen Nationalpark Cairngorms. Deshalb ist in diesem Areal nicht nur das Wandern oder Klettern möglich, sondern auch das Skifahren. Der größte britische Nationalpark, den es seit 2003 gibt, befindet sich inmitten der Highlands. Die Landschaft wird vor allem von Seen, Hochmooren, Waldgebieten und mit Heide bewachsenen Hochebenen geprägt.

Brecon-Beacons – Wales

Charakteristisch für den bereits im Jahr 1957 gegründeten Nationalpark  Brecon-Beacons im Süden von Wales sind die grünen Hügel, idyllische Ortschaften und Wasserfälle. Beim Wandern auf dem gut ausgebauten Wegenetz passiert man Kalksteinhöhlen, Moorlandschaften und Weiden. Höchste Erhebung des ruhigen und weitläufigen Parks ist der Pen y Fan mit einer Höhe von 886 Metern.

Lemmenjoki – Finnland

Rund um den gleichnamigen Fluss erstreckt sich der 1956 gegründete Nationalpark Lemmenjoki im Norden des Landes. Der größte Nationalpark Finnlands geht dann jenseits der Grenze in den norwegischen Ovre-Anarjohka-Nationalpark über. In dieser Gegend, die auch größere Moorflächen umfasst, sind neben einer Vielzahl von Rentieren vor allem Steinadler, Braunbären und einige Wölfe zuhause.

Sarek – Schweden

Wer eine atemberaubende Landschaft in vollkommener Abgeschiedenheit genießen möchte, sollte sich in den unbewohnten Nationalpark Sarek in Lappland begeben. Der Park bildet einen Teil des UNESCO-Weltkulturerbes Laponia. In der abwechslungsreichen Gegend findet man tiefe Täler, Gletscher, schroffe Felsen und Hochebenen gleichermaßen. Markierte Wege und Unterkünfte sucht man allerdings vergebens.

Padjelanta – Schweden

Direkt an der Grenze zu Norwegen öffnete der größte Nationalpark Schwedens 1962 seine Pforten. Auch er zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe Laponia und geht in Norwegen in den Rago-Nationalpark über. Die Fläche ist überwiegend gebirgig und verfügt über zwei große Seen. Der mit 140 Kilometern längste Wanderweg stellt eine wahre Herausforderung dar, bietet aber auch ein paar Übernachtungsmöglichkeiten entlang der Strecke.

Vatnajökull – Island

Das Highlight des seit 2008 bestehenden isländischen Nationalparks ist der größte Gletscher außerhalb der Arktis. Die Landschaft des zum Weltkulturerbe der UNESCO gehörenden Parks ist besonders abwechslungsreich. Sie entstand vor allem durch den Einfluss von Vulkanen, Gletschern und Flüssen. Im Rahmen einer Führung kann man einige beeindruckende Eishöhlen erkunden.

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