Für die Warane: Insel Komodo für Touristen gesperrt

Donnerstag, 4. April 2019

Wer im kommenden Jahr darauf hofft, die Komodowarane besuchen zu können, der wird enttäuscht werden. Für ein ganzes Jahr macht Indonesien die Insel Komodo dicht und lässt der Natur Zeit, sich zu erholen.

Komodowaran am Strand

In den vergangenen Monaten wurde viel darüber geredet, jetzt ist es also bald soweit: Für ein ganzes Jahr wird die Insel Komodo für Touristen gesperrt. Besichtigungen der Insel und der Besuch der weltbekannten Komodowarane ist dann nicht mehr möglich. Diese Entscheidung traf die Regierung von Indonesien in Jakarta zum Schutz der Umwelt und ihrer Echsenbewohner.

Die seltenen Komodowarane und die Umwelt, in der sie leben, leiden unter den Touristenmassen. Daher entschied man sich für eben jenen drastischen Schritt. Die Insel Komodo ist für Touristen, die 2020 ihren Urlaub in Indonesien verbringen, damit Tabu und darf von diesen nicht mehr betreten werden. Wie es anschließend weitergeht, ist bislang nicht bekannt.

Komodo-Touren

Wer vorher noch einen Trip auf die Insel machen will, sollte sich also sputen.

Die Drachen schützen

Die faszinierenden und zugleich furchteinflößenden Komodowarane werden von vielen als die letzten Drachen der Welt bezeichnet. Betrachtet man ihren Körperbau, weiß man auch wieso. Derzeit leben auf Komodo ca. 5.000 Warane, auf die pro Monat rund 10.000 Besucher kommen.

Doch nicht nur die Tiere sollen sich von dem Touristenansturm erholen. Ebenso soll das touristenfreie Jahr dazu genutzt werden, um neue Bäume anzupflanzen. Die Natur auf der Insel soll sich also im Gesamten erholen können, ehe die Insel wieder für Touristen geöffnet wird.