Hannover bewirbt sich mit Roman um Kulturhauptstadt Europas

Donnerstag, 12. September 2019

Hannover bewirbt sich um den Titel Kulturhauptstadt Europas und setzt dabei auf ein bislang nie dagewesenes Mittel. Das Bewerbungsbuch wird in Form eines Romans eingereicht.

Rathaus Hannover

Das Rathaus ist das Wahrzeichen von Hannover.

Das gab es bislang noch nie: Ein Bewerbungsbuch in Form eines Romans. Davon erhofft sich Hannover, sich den Titel der Kulturhauptstadt Europas 2025 zu sichern. Passenderweise wurde für den Roman der Titel „Agora of Europa“ gewählt, das Herzstück im Hannover des Jahres 2025.

Um sich um den Titel der Kulturhauptstadt Europas zu bewerben, ist ein Bewerbungsbuch nötig, das sogenannte Bid Book. Für die Erstellung dieses Bid Books beauftragte die Stadt Hannover den Schriftsteller Juan S. Guse, der dieses in Form eines Romans verfasst – etwas, das noch keine Stadt zuvor gewagt hat.

Agora of Europe: Hannover im Jahr 2025

Guse steigt mit dem Roman in ein Szenario ein, in dem ein existenziell gefährdetes Europa im Mittelpunkt steht. Darin lässt er die beiden wieder zum Leben erweckten berühmten Hannoveraner Gottfried Wilhelm Leibniz und Kurt Schwitters sich charakteristisch skeptisch und kritisch mit Hannovers Bewerbung auseinandersetzen.

Im Laufe des Romans stellen die beiden fest, dass Hannover nicht nur die Möglichkeit hat, sich dank lokaler Bezugspunkte der großen europäischen Themen anzunehmen, sondern auch, dass die Stadt mit der Agora auf das wichtigste Symbol zurückgreift, das die partizipative Demokratie in ihren Anfängen zu bieten hatte.

In Hannover entsteht damit 2025 die Hauptagora, die „Agora of Europe“, die zentral in der Stadt liegt und als kreativ-interdisziplinäre Gemeinschaft das Kraftwerk von Hannover 2025 darstellt. Hannover möchte mit dieser Herangehensweise an die Bewerbung um die Kulturhauptstadt zeigen, dass die Stadt sich selbst und vor allem ihrer künstlerischen Linie treu bleibt.