Keine Lizenz zum Fahren: London wirft Uber aus der Stadt

Dienstag, 26. November 2019

Seit Jahren steht Uber wegen zahlreicher Punkte in der Kritik. London macht nun kurzen Prozess – und lässt die Lizenz des Beförderungsunternehmens auslaufen.

Verkehr Tower Bridge

Uber verliert Lizenz in London

Seit langem steht der Fahrdienstleister Uber in der Kritik. In den vergangenen Monaten nahm diese Kritik zu. Vor allem die Konkurrenz zu Taxi-Unternehmen wird angeprangert. Aber auch auf die häufig ungewisse Frage nach der Haftung wird hingewiesen. In London macht man mit Uber nun kurzen Prozess.

Am Montag (25.11.) wurde Uber die Lizenz in London entzogen. Mehrere Verstöße gegen die Sicherheit und das Befinden der Passagiere gaben Ausschlag bei der jüngsten Entscheidung. Dabei geht es unter anderem darum, dass nicht-autorisierte Fahrer Passagiere befördern konnten. Sicherheit habe jedoch oberste Priorität, so Transport for London, die Behörde für das Verkehrsnetz in der britischen Metropole.

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Uber kündigt Berufung an

Für Uber handelt es sich hierbei um einen harten Schlag. Für die Dienstleister stellt die britische Hauptstadt den größten europäischen Standort dar. Rund 45.000 Fahrer befördern rund 3,5 Millionen Menschen – allein in London. Ob die Entscheidung auf Dauer Bestand hat, sei dahingestellt. Uber legte bereits Widerspruch gegen die Entscheidung ein. Entsprechend darf Uber vorerst weiterfahren, bis über den Widerspruch entscheiden wurde.

Londons Bürgermeister Sadiq Khan steht dagegen voll und ganz hinter der Entscheidung der Verkehrsbetriebe, wenngleich er auch wisse, dass viele Uber-Nutzer diese Entscheidung nicht begrüßten. Doch die Sicherheit sei das wichtigste Anliegen, machte er in seinem Statement auf Twitter deutlich.

Bereits 2017 wurde Uber vorübergehend die Lizenz entzogen, konnte diese durch Berufung aber wiedererlangen.

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