Thailand-Touristen aufgepasst: Versicherung wird Pflicht

Freitag, 7. Juni 2019

Ab Herbst müssen Thailand-Touristen eine Krankenversicherung abschließen. Andernfalls kann ihnen die Einreise verwehrt werden.

Wat Arun in Bangkok

Thailand plant verpflichtende Krankenversicherung für Touristen.

Diese Pflichtversicherung, die voraussichtlich im November 2019 eingeführt wird, führt das Land auf ein besonders aktuelles Problem zurück. So hätten viele Touristen, die ihren Urlaub in Thailand verbrächten, keine Krankenversicherung, was die Krankenhäuser im Jahr mehrere Millionen koste.

Künftig sollen Urlauber daher eine obligatorische Krankenversicherung abschließen müssen. Laut Tourismus-Staatssekretär Chote Trachu sei dies notwendig und werde die boomende Touristenindustrie nicht negativ belasten.

Von negativ belasten kann bei dem angesetzten Betrag auch keine Rede sein. Einmalig 100 Baht sollen für all jene bei der Einreise anfallen, die mit einem Touristenvisum ins Land kommen. Umgerechnet sind das knapp 3 Euro.

Langzeitgäste benötigen zwingend Krankenversicherung

Fester hat Thailand die Schrauben bei all jenen angezogen, die länger bleiben wollen, und damit im Mai für Furore gesorgt. Langzeittouristen, die älter als 50 Jahre sind, erhalten künftig ohne gültige Krankenversicherung keine Aufenthaltserlaubnis mehr.

Bislang musste diese nur dann nachgewiesen werden, wenn es um die Beantragung eines Zehn-Jahres-Visums ging. Nun gilt diese Voraussetzung auch bei allen neuen Ein-Jahres-Visa gelten – selbst dann, wenn ein Visum verlängert werden soll.

Wann diese Regelung wiederum in Kraft tritt, ist bislang noch nicht bekannt. Vermutlich wird es allerdings schon ab 1. Juli 2019 soweit sein. Weiterhin davon unberührt bleiben allerdings alle Touristen, deren Aufenthaltsdauer unter einem Jahr beträgt. Für die soll nur die eingans erwähnte Pflichtversicherung gelten.