Wie geht Barfen beim Reisen?

Mittwoch, 1. Juli 2026

Viele Hundehalter haben sich mittlerweile dazu entschlossen, ihre Tiere zu barfen. Und keine Frage: Das Füttern mit rohem Fleisch, Knochen, Innereien und Gemüse gilt als natürliche Ernährungsform, unterliegt jedoch bestimmten Regeln. Vor allem im Zusammenhang mit der „schönsten Zeit des Jahres“ stellt sich für viele die Frage, ob es auch möglich ist, das Ganze unterwegs zu organisieren.

Urlaub mit Hund

Sicherlich gehört es zu den besonderen Herausforderungen, Kühlmöglichkeiten und Platz während der Reise sicherzustellen. Die gute Nachricht ist jedoch, dass eine gute Vorbereitung oft nicht so kompliziert ist, wie häufig vermutet. Wer einige Details berücksichtigt, kann seinen Hund dementsprechend auch unterwegs, zum Beispiel dank einem Barf Shop mit großem Sortiment, seinem Bedarf entsprechend ernähren. Die folgenden Abschnitte liefern hierzu die passenden Tipps.

Eine gute Idee: Wichtige Details vor der Abreise planen

Im Zusammenhang mit Reisen mit dem Auto, bietet es sich an, auf tiefgekühltes Barf-Fleisch zu setzen. Mithilfe gut isolierter Kühlboxen beziehungsweise elektrischer Kühlboxen ist es in vielen Fällen möglich, den Inhalt über viele Stunden hinweg gefroren beziehungsweise ausreichend gekühlt zu halten.

Wer noch einen Schritt weiter gehen möchte, sollte die entsprechenden Mahlzeiten im Vorfeld portionieren. Auf diese Weise ist es nicht nötig, unterwegs immer wieder das komplette Futter aufzutauen.

Zusatztipp: Wer länger unterwegs ist, sollte mehrere Kühlakkus mitnehmen und versuchen, die Kühlbox möglichst selten zu öffnen. Ziel ist es, eine konstante Temperatur zu halten. Auf diese Weise bleibt das Fleisch in der Regel länger frisch.

Eine beliebte Alternative: Gefriergetrocknetes Barfen

Wer sich auf der Suche nach einer besonders unkomplizierten Lösung für Reisen befindet, sollte sich mit dem Thema gefriergetrocknetes Barfen auseinandersetzen. Das Prinzip, das sich hinter diesem Verfahren verbirgt, ist schnell erklärt: Dem Fleisch wird auf schonende Weise das Wasser entzogen. Gleichzeitig bleiben jedoch viele Nährstoffe erhalten. Kurz vor der Fütterung wird das Ganze dann wieder mit etwas Wasser eingeweicht.

Ein besonderer Vorteil besteht darin, dass beim gefriergetrockneten Barfen keine Kühlung erforderlich ist. Ideal für längere Reisen, Campingurlaub oder auch Reisen mit dem Flugzeug! Hinzu kommt, dass diese Art von Futter deutlich weniger Platz als tiefgekühlte Produkte in Anspruch nimmt.

Wichtig ist es selbstverständlich immer, wie so oft, die Tiere an das Futter zu gewöhnen. Viele Hunde akzeptieren gefriergetrocknetes Barfen allerdings problemlos, wenn sie dieses zum Beispiel schon von zu Hause kennen. Daher ist es sinnvoll, diese Fütterungsform nicht zum ersten Mal im Urlaub mit Hund auszuprobieren.

Barfen im Ausland: Worauf sollte man achten?

Hundebesitzer, die mit ihrem Hund ins Ausland reisen, sind gut beraten, sich frühzeitig über die Einkaufsmöglichkeiten vor Ort zu informieren. In vielen europäischen Ländern gibt es mittlerweile Fachgeschäfte, in denen frisches Fleisch erhältlich ist. Oft bieten auch Metzgereien geeignete Fleischsorten an.
Allerdings gilt es, zu beachten, dass sich die gesetzlichen Bestimmungen teilweise erheblich voneinander unterscheiden. Vor allem im Zusammenhang mit Flugreisen oder Fahrten außerhalb der Europäischen Union gelten häufig spezielle Einfuhrbeschränkungen für tierische Lebensmittel.

Daher ist es unerlässlich, vor Reisebeginn zu überprüfen, welche Lebensmittel überhaupt mitgeführt werden dürfen.

Ein besonders wichtiges Thema: die Hygiene

Vor allem im Sommer ist es wichtig, beim Barfen auf Reisen auf das Thema Hygiene zu achten. Rohes Fleisch verdirbt erfahrungsgemäß bei hohen Temperaturen deutlich schneller als zum Beispiel zu Hause im Kühlschrank. Als Grundregel gilt daher, dass das Futter erst kurz vor der Fütterung aus der Kühlung genommen werden darf.
Zudem ist es wichtig, die Futterschüssel nach jeder Mahlzeit gründlich zu reinigen. Diejenigen, die die Basis für noch etwas mehr Flexibilität legen möchten, können gut beraten sein, biologisch abbaubare Spülmittel und ausreichend Trinkwasser mitzuführen. Immerhin ist der Zugang zu warmem Wasser unterwegs nicht immer gegeben. Zusätzlich empfiehlt es sich, Hände und Arbeitsflächen regelmäßig zu reinigen.

Futterreste sollten zeitnah entsorgt werden. Wenn sie stattdessen über mehrere Stunden stehenbleiben, kann es sein, dass sich schnell Bakterien bilden, die dann wiederum der Gesundheit der Tiere schaden.

Barfen: So entsteht eine ausgewogene Mahlzeit

Wer sich dazu entscheidet, zu barfen, sollte immer im Hinterkopf behalten, dass eine ausgewogene Mahlzeit nicht nur aus Fleisch besteht. Je nachdem, wie der Fütterungsplan zusammengestellt wurde, gehören auch Öle, Mineralstoffe und weitere Ergänzungen dazu.

Besonders praktisch ist es in diesem Zusammenhang, dass sich all das in der Regel in kleinen, gut verschließbaren Behältern transportieren lässt.

Zusatztipp: Hundebesitzer, die Zeit sparen möchten, sollten alles zu Hause auch hier portionsweise vorbereiten.

Flexibel und entspannt verreisen: Abschließende Tipps für das Barfen unterwegs
Die obigen Abschnitte haben gezeigt, dass es nicht unmöglich ist, seinen Hund auch auf Reisen zu barfen. Gleichzeitig ist es mit Hinblick auf eine möglichst entspannte Zeit wichtig, sich bis zu einem gewissen Grad von Perfektion zu verabschieden. Denn: Nicht bei jeder Reise ist es möglich, die gewohnten Fütterungsabläufe beizubehalten.

Vor allem im Zusammenhang mit Rundreisen oder kurzen Wochenendtrips kann es sinnvoll sein, zeitweise auf hochwertige Komplettmenüs beziehungsweise auf Nassfutter zurückzugreifen. Die meisten gesunden Hunde vertragen Änderungen dieser Art problemlos. (Im Zweifel ist es natürlich immer wichtig, beim Tierarzt nachzufragen.)

Ein entscheidender Punkt ist, dass der Hund mit ausreichend Energie und Nährstoffen versorgt wird, und die Fütterung insgesamt möglichst stressfrei bleibt. Nach der Rückkehr ist es dann immer noch möglich, wieder auf den gewohnten Barf-Plan umzusteigen.

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