Zug oder Flugzeug: Wie sicher ist das Reisen in Corona-Zeiten?

Dienstag, 14. Juli 2020

Aus Angst vor einer Ansteckung mit Covid-19 meiden derzeit viele Menschen das Reisen mit Massenverkehrsmitteln. Dabei stellt sich die Frage, wie hoch derzeit das Ansteckungsrisiko im Flugzeug oder im Zug ist. Dieser Frage sind Forscher auf den Grund gegangen.

Flugzeug Kabine

Trotz der engen Kabinen gelten Flugzeuge als sehr sicher, was die Gefahr einer Corona-Ansteckung angeht.

Sind Flugzeuge und Züge Corona-Hotspots?

Nach der Aufhebung der allgemeinen Reisewarnung kommt der Tourismus langsam wieder in Schwung. Hotels und Ferienhäuser haben wieder geöffnet und auch diverse Fluggesellschaften haben erneut ihren Betrieb aufgenommen. Für viele Reisefreudige ist das eine positive Nachricht, denn ab nun an können sie ihr Fernweh wieder stillen – bliebe da nicht dieser kleine Wermutstropfen. Denn auch, wenn das Reisen in viele Länder inzwischen wieder möglich ist, ist es nicht mehr das, was es mal war.

Das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes in diversen öffentlichen Verkehrsmitteln gehört in den meisten Ländern mittlerweile zum Alltag. Trotz dieser Schutzmaßnahme verzichten etwa 50 Prozent der Deutschen im Jahr 2020 auf das Reisen. Dies geht aus einer aktuellen Umfrage hervor. Die Angst, sich während des Reisens mit Covid-19 zu infizieren, ist bei vielen zu groß. Doch wie hoch ist das Risiko, sich in einem Flugzeug oder Zug mit Corona anzustecken, wirklich? Forscher sind hier auf teils überraschende Ergebnisse gekommen.

Zugreisen während Corona

Zugreisen werden immer beliebter. Ein Grund dafür ist, dass diese häufig merklich günstiger als eine Flugreise sind. Der oft lange Weg zu diversen Flughäfen sowie die hohen Parkplatzkosten am Flughafen bleiben einem erspart. Zudem ist das Zugfahren wesentlich umweltfreundlicher als das Fliegen.

Ein weiterer Vorteil einer Zugreise ist, dass Sie keine Gebühren für das Gepäck zahlen müssen. Die Angst, dass der Koffer zu schwer sein könnte und extra Zollgebühren anfallen, müssen Sie bei einer Zugfahrt nicht haben. Nicht zu vergessen sind die vielen guten Zugverbindungen zu den verschiedensten Reisezielen, wie etwa eine Zugfahrt von Stuttgart nach Paris. Nicht zuletzt bieten Zugsitze mehr Platz und Komfort als die Flugzeugsitze in der Economy-Class.

Bei all diesen Vorteilen steht nun noch die große Frage im Raum „Wie hoch ist das Ansteckungsrisiko mit Corona im Zug?“ Anhand eines Experiments mit mehreren Dummys und der anschließenden Auswertung mittels eines Computerprogramms wollen nun Forscher das Ausmaß der Tröpfchen-Konzentration in Flugzeugkabinen und Zugabteilen untersuchen.

Eines ist für die Experten jetzt schon klar: Bezüglich der Luftführung bestehen hier klare Unterschiede zwischen Zügen und Flugzeugen. Während sich die Lüftungssysteme in Flugzeugkabinen der Innenluft bedienen, nutzen die Klimaanlagen in Zügen für die Belüftung die Außenluft. Hier besteht, nach Meinung der Forscher, Verbesserungspotenzial.

Urlaub während Corona: Flugzeuge laut Forscher vergleichsweise sicher

Aufgrund der Art der Lüftungstechnik können sich in Flugzeugen deutlich weniger Viren ausbreiten. Hochfeine Filter und die Konstruktion der Flugzeugkabinen, die laut Experten einem geschlossenen Geflecht gleichen, reduzieren stark das Risiko, sich im Flugzeug durch Aerosoltröpfchen mit Corona zu infizieren.

Ein großer Vorteil von Flugreisen ist die Schnelligkeit, mit der Sie Ihr Reiseziel erreichen. Während eine Autofahrt von München nach Italien (Rom) im Schnitt über 9 Stunden dauert, können Sie dieselbe Flugstrecke mit dem Flieger in weniger als 2 Stunden zurücklegen.

Wer beispielsweise von Frankfurt am Main nach Phuket reisen will, kann dies mit dem Flugzeug innerhalb eines Tages bewältigen, was mit einem anderen Verkehrsmittel undenkbar wäre.
Zudem werden Flüge in viele Urlaubsregionen immer erschwinglicher.

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