Reisen nach Marokko

1001 Nacht sind noch nicht einmal fünfzig Kilometer von Europa entfernt. Wir finden sie in Marokko, das nur eine Meerenge – die Straße von Gibraltar – von Spanien trennt. In Marokko erwarten uns neben orientalischem Flair Sonne satt, hunderte Kilometer Strand an Atlantik- und Mittelmeerküste, eine vielfältige Binnenlandschaft, die von Wüste bis Gebirge jede Menge Vielfalt bietet, sowie gastfreundliche Menschen und eine schmackhafte, gesunde Küche.

Inhaltsverzeichnis – Marokko

Reisen nach Marokko

Führt Ihr Weg auch nach Marokko? Ist Ihr Weg auch so abenteuerlich?

Beliebte Reisearten für Marokko

Rundreisen und Studienreisen

Marokko ist so voll von faszinierenden, wechselhaften Landschaften und historischen Schätzen, dass sich eine Erkundung per Rund- oder Studienreise geradezu aufdrängt. Aus diesem Grunde existiert hier auch ein vielfältiges Angebot. Dieses reicht von einwöchigen Touren, die zu den Königsstädten Rabat, Fes, Meknès und Marrakesch führen bis hin zu dreiwöchigen Exkursionen durch das ganze Land.

Hier stehen neben den oben genannten unter anderem pulsierende Städte wie Agadir, Casablanca und Tanger, der Küstenort Essaouria sowie malerische Dörfer und eine gehörige Portion Natur auf dem Programm. Insgesamt beeindrucken bei dieser Reiseform nicht nur jede Menge Lokalkolorit, sondern auch zahlreiche Sehenswürdigkeiten, von denen nicht wenige zum Weltkulturerbe gehören. Auch Themenreisen führen nach Marokko. So zum Beispiel Gourmet-, Ski-, Architektur-, Trekking- oder Wellnessreisen.

Badeurlaub, Cluburlaub und Hochzeitsreise

Marokko hat rund 3.500 Kilometer Küste an Atlantik und Mittelmeer zu bieten. Kein Wunder also, dass sich hier Sonnenanbeter gerne blicken lassen. Diese setzen häufig auf eine Pauschalreise, bei der man keinen Finger zu rühren braucht und der Reiseveranstalter alles organisiert. Wer dann noch auf „All Inklusive“ setzt, muss über gar nichts mehr nachdenken, sondern nur noch genießen. Die perfekte Reiseform für Menschen, die Entspannung pur suchen.

Auch Cluburlaube werden gerne gebucht – diese bieten sich vor allem auch für Sportbegeisterte und Familien mit Kindern an. Und last but not least: Wer hat noch nicht von Flitterwochen wie im Märchen geträumt? Unter dem Motto „1001 Nacht“ findet man in Marokko zahlreiche wunderschöne Locations für den Honeymoon.

Unsere Top 5 in Marokko

Die 5 schönsten Strände in Marokko

Knapp 3000 Kilometer am Atlantik und über 500 Kilometer am Mittelmeer – Marokko geizt nicht mit Küste. Kein Wunder, dass man hier wunderschöne Strände zuhauf findet. Unsere Top Five:

  1. Agadir ist nicht nur eine höchst interessante Stadt und idealer Ausgangspunkt für Trips in die Umgebung, sondern kann auch mit 300 Sonnentagen im Jahr und zehn Kilometern feinstem Sandstrand aufwarten. Ideal für einen Badeurlaub ist hier die Zeit zwischen April und November, die Wassertemperatur liegt aber das ganze Jahr über bei rund 20 Grad. Besonders von Mitte März bis September, wenn der Passatwind weht, kommen am Strand von Agadir Surfer und andere Wassersportler auf ihre Kosten.
  2. Knapp 200 Kilometer nördlich von Agadir liegt das malerische Küstenstädtchen Essaouira mit seiner fünf Kilometer langen Strandpromenade. Baden kann man auch hier fast das ganze Jahr über. Besonders im Hochsommer freuen sich Badegäste über den Wind, der für angenehme Abkühlung sorgt. Dieser liefert auch Surfern beste Bedingungen.
  3. Zwischen Essaouira und Casablanca kuschelt sich der Strand von Oualidia in eine gut geschützte Atlantiklagune. Hier lässt es sich ohne hohe Wellen vortrefflich baden – und schlemmen, denn Oualidia ist ein Mekka für Fisch- und Austernfans.
  4. Im Süden von Sidi Ifni liegt der wahrscheinlich längste Strand Marokkos. 150 Kilometer laden dort zum Strandsegeln ein und liefern auch Spaziergängern atemberaubende Erlebnisse – die Dünen der Sahara treffen hier direkt auf den Strand.
  5. Am Mittelmeer, gegenüber von Andalusien gelegen, präsentiert sich der junge Badeort Saidia mit 14 Kilometern Sandstrand, Wassersportschulen, Golfplätzen, Boutiquen und Restaurants – hier kann man sich mit der ganzen Familie wohlfühlen.
Agadirs Strände erscheinen endlos.

Agadirs Strände erscheinen endlos.

Die 5 interessantesten Städte in Marokko

So viel Sehenswertes, so viel Leben, so viel Kultur und Historie – wie kann man sich da auf eine kleine Auswahl beschränken? Aber in Ordnung, hier unsere Top Five:

  1. Denkt man an Marokko, so denkt man an Casablanca – Humphrey Bogart ist schuld. In der Tat jedoch ist Casablanca, die größte Stadt Marokkos, auch heute noch überaus sehenswert. Sie kann mit einer interessanten Altstadt sowie einer imposanten Moschee auftrumpfen. Und Rick’s Café gibt es auch noch – oder wieder – 2004 originalgetreu wiederaufgebaut und allemal einen kulinarischen Abstecher wert.
  2. In Marrakesch, das eigentlich auf keiner Reiseroute fehlen darf, kann man durch die engen Gassen der Altstadt flanieren, die seit 1985 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, in verschiedenen Bazaren, darunter dem größten Souk Afrikas, mit den Händlern feilschen und vor allem den Platz Djemaa el Fna besuchen. Hier geben sich Gaukler, Geschichtenerzähler, Künstler und Musiker ein Stelldichein. Seit 2008 befindet sich Djemaa el Fna auf der Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit.
  3. Allemal sehenswert ist Essaouira, ein historischer Küstenort, dessen Altstadt zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört. In einem pittoresken Ambiente kann man sich es hier inmitten von malerischen Gassen, gemütlichen Cafés und zahlreichen kleinen Läden gutgehen lassen. Der Strand und das Meer sind auch nicht weit.
  4. Die Königsstadt Fès beherbergt angeblich die größte mittelalterliche Altstadt der Welt – inklusive der wohl ältesten und bedeutendsten Moschee Marokkos. Über 9.000, teilweise wirklich sehr enge Gassen wechseln sich ab mit breiten Boulevards, die zum Shoppen einladen. Anachronismus und städtisches Erlebnis pur!
  5. Nein, Casablanca ist nicht die Hauptstadt Marokkos, sondern Rabat, das knapp 90 Kilometer entfernt liegt. Einst Piratenstützpunkt, präsentiert sich die Stadt am Meer mit malerischen Gassen und Häusern in Weiß und Blau. Rabat ist auch Königsstadt mit dem Mausoleum von Mohammed dem V. und dem Hassanturm. Im Hier und Heute empfiehlt sich auch ein Besuch der quirligen Medina.
Die Altstadt von Marrakesch in Marokko

Marrakesches Altstadt – Besser GPS einschalten!

Die 5 reizvollsten Ausflugsziele in Marokko

  1. 100 Kilometer südlich von Marrakesch, am Fuße des Hohen Atlas liegt Aït-Ben-Haddou. Die kleine Stadt verfügt über einen historischen Dorfkern und gehört seit 1987 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Doch nicht nur das: Sie war Drehort für verschiedene Filmproduktionen, darunter auch die Kultserie „Game of Thrones“. Also nichts wie hin!
  2. Etwa einen Kilometer vor der Küste des Städtchens Essouira liegen die Purpurinseln, Naturschutzreservat und Heimat seltener Vögel. Für den Besuch auf diesen zauberhaften Inseln benötigt man eine Genehmigung, aber es lohnt sich!
  3. Am Rande der Sahara befindet sich das kleine Dorf Merzouga mit seinen spektakulären Sanddünen, die schon oft eine Rolle in diversen Filmen spielten. Hier kann man ganz vorsichtig etwas Wüstenluft schnuppern oder auch ganz mutig ein- oder mehrtägige Touren mit Kamel oder Jeep in die Sahara chartern.
  4. Rund 150 Kilometer nordöstlich von Marrakesch laden die Ouzoud-Fälle, die schönsten und höchsten Wasserfälle Marokkos, zu einem Besuch ein. Über drei Stufen und mehr als einhundert Kilometer schafft sich hier das Wasser seinen beeindruckenden Lauf – umrahmt von ursprünglicher Natur und kecken Berberaffen, die keine Scheu vor Menschen haben.
  5. Im Herzen des Mittleren Atlas, auf über 2000 Meter Höhe gelegen, befindet sich der größte Bergsee Marokkos: Alguelmane Sidi Ali. Hier kann man unberührte Natur genießen und den Fischern beim Tagewerk zuschauen, denn der See ist nicht nur malerisch, sondern Heimat vieler Fischarten. Im Winter zeigt sich die Umgebung des Sees schneebedeckt.
Aït-Ben-Haddou in Marokko

Aït-Ben-Haddou war u.a. Drehort der Serie “Game of Thrones”!

Die 5 berühmtesten Museen in Marokko

  1. Chefchaouen, die blau gewandete Stadt im Rif-Gebirge, ist allemal eine Reise wert. Umso mehr, als sich hier ein ethnologisches Museum befindet, das eine einzigartige Sammlung der Volkskunst Nordmarokkos beherbergt.
  2. Im Herzen Marrakeschs gelegen befindet sich eines der bedeutendsten Museen Marokkos: das Dar Si Said Museum. Hauptthema der Ausstellungen ist die Berberkultur, die sich hier mit kunstvoll gefertigten Alltagsgegenständen, Waffen und Schmuck präsentiert.
  3. Meknès kann mit vielen Pfunden wuchern, darunter das Dar Jamai Museum, das in einem kleinen, sehr ansehnlichen Palast – der ehemaligen Residenz der Familie Dar – ein Museum für marokkanische Kunst beherbergt. Neben Historischem gefallen hier auch der Garten und der Innenhof.
  4. Das Archäologische Museum in Rabat fasziniert mit Artefakten quer durch die Geschichte Marokkos – von prähistorischen über römische bis hin zu mittelalterlichen und islamischen. Hier finden sich auch erstaunlich gut erhaltene römische Bronzestatuen.
  5. Im ehemaligen Sultanspalast von Tanger befindet sich heute das Kasbah-Museum mit ethnologischen und archäologischen Exponaten, welche die Geschichte der Region rund um die Stadt verdeutlichen. Darüber hinaus finden hier regelmäßig Ausstellungen marokkanischer und europäischer Künstler statt.
In der blauen Stadt Chefchaouen befindet sich das ethnologische Museum.

In der blauen Stadt Chefchaouen befindet sich das ethnologische Museum.

Die 5 schönsten Erlebnisse mit Kindern in Marokko

  1. Der Ritt auf einem Kamel ist natürlich für Kinder das Größte. Für dieses Erlebnis muss man nicht gleich eine Saharatour buchen. Auch in Marrakesch und anderen Städten kann man einen längeren oder kürzeren Ausflug mit dem Wüstenschiff machen.
  2. Ganz in der Nähe der beeindruckenden Stadt Marrakesch, deren Besuch sowieso schon wärmstens zu empfehlen ist, befindet sich Oasiria, ein riesiger Aquapark mit allem Drum und Dran. Kinder unter 80 cm Körpergröße haben hier freien Eintritt.
  3. Im Süden Marokkos, am Rand der Stadt Ouarzazate, liegen die Atlas-Filmstudios, auf deren Gelände internationale Filme wie „Asterix und Cleopatra“, „Die Mumie“ oder „Auf der Jagd nach dem Juwel vom Nil“ gedreht wurden. An Tagen, an denen nicht gedreht wird, kann man die höchst eindrucksvollen Kulissen besichtigen.
  4. Am Strand von Agadir findet man „La Grande Roue d’Agadir“, mit 50 Metern das höchste Riesenrad Afrikas. Von hier aus hat man abends einen fantastischen Blick auf die beleuchtete Stadt und auf Agadirs Küste. Besonders bei Sonnenuntergang zu empfehlen!
  5. Von Marrakesch aus lohnt sich ein Tagesausflug ins Atlasgebirge. Hier können Kinder – und natürlich auch Erwachsene – auf Maultieren reiten und das Leben in den Dörfern kennenlernen. Möglich sind auch mehrtägige Trekking-Touren inklusive Übernachtung unterm Sternenzelt.
Ein Highlight für Kinder -Ein Ritt auf einem der sympathischen Wüstenschiffe durch die Sahara.

Ein Highlight für Kinder -Ein Ritt auf einem der sympathischen Wüstenschiffe durch die Sahara.

Sehenswürdigkeiten in Marokko

Traumziel Sahara

Wüstenzauber in der Marokkos Sahara.

Wüstenzauber in Marokkos Sahara.

Einmal die Wüste sehen! Diesen Traum kann sich jeder Marokkoreisende mit Leichtigkeit erfüllen. Es werden vielerlei geführte Touren angeboten – zu Fuß, mit dem Geländewagen, dem Motorrad oder Quad oder auf dem Rücken eines Wüstenschiffs, sprich Kamels. Auch bei der Länge der Touren kann man wählen und für ein oder mehrere Tage in die Wüste reisen. Die Nächte verbringt man in Berberzelten oder gleich unter freiem Himmel, ein beeindruckendes Erlebnis, das einen Stille hören und Weite fühlen lässt.

Beeindruckend sind auch die Dünen von Erg Chebbi, die bis zu 200 Meter hoch sind. Das größte Sanddünengebiet Marokkos diente bereits als Kulisse für zahlreiche Filme und dem Sand, der sich je nach Lichteinfall rot oder golden präsentiert, wird von vielen Einheimischen eine heilende Wirkung nachgesagt.

Antike Spuren in Volubilis

Die antiken Ruinen von Volubilis

Die antiken Ruinen von Volubilis gehören zum Weltkulturerbe.

Zwischen Fès und Rabat, in der Nähe von Meknès, liegt die Ausgrabungsstätte Volubilis, die seit 1997 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Volubilis war einst bedeutender Standpunkt der Römer in Nordafrika, heute können wir hier auf rund 40 Hektar die am besten erhaltenen römischen Ausgrabungsstücke in dieser Region sowie höchst interessante Ruinen besichtigen. Letztere vermitteln einen anschaulichen Eindruck römischen Lebens und Wohnens im ersten und zweiten Jahrhundert nach Christus – in ihrer Blütezeit war die Stadt von rund 10.000 Menschen bewohnt.

Ein Ausflug nach Volubilis lohnt sich allein schon wegen der erstaunlich gut erhaltenen, wunderschönen Mosaike. Volubilis gehört zu den eindrucksvollsten römischen Ruinenstädten Nordafrikas.

In voller Pracht: die Hassan-II.-Moschee

Die Hassan-II.-Moschee in Casablanca ist die fünftgrößte Moschee der Welt.

Die Hassan-II.-Moschee in Casablanca ist die fünftgrößte Moschee der Welt.

In Casablanca finden wir mit 210 Metern das höchste Minarett der Welt. Es gehört zur Hassan-II.-Moschee, der fünftgrößten Moschee der Erde. An Superlativen wird hier also nicht gespart und auch die Lage des Bauwerks ist super: Es thront hoch oben auf den Klippen über dem Atlantik – ein sehr imposanter Anblick.

Die Moschee wurde zu Ehren des ehemaligen Königs Hassan II. errichtet und 1993 am Geburtstag des Propheten Mohammeds eröffnet. Sie verfügt über allerlei eindrucksvolle technische Besonderheiten. So lässt sich das Dach auf Knopfdruck öffnen, womit im Handumdrehen das Gefühl der Verbundenheit mit Allah geschaffen wird.

In der bis zu 25.000 Gläubige fassenden Gebetshalle gibt es Fußbodenheizung und nachts zeigt ein grüner Laserstrahl gen Mekka. Von der Spitze des Minaretts aus, das per Aufzug erreichbar ist, bietet sich ein atemberaubender Blick auf Casablanca.

Oase mitten in der Stadt: der Jardin de Majorelle

Der bezaubernde Jardin de Majorelle in Marrakesch.

Der bezaubernde Jardin de Majorelle in Marrakesch.

Wer der Hektik und der Hitze Marrakeschs für zwei oder drei Stunden entfliehen möchte, der begebe sich zum Jardin de Majorelle, in dem es sich vortrefflich entspannen lässt. Über 300 Pflanzenarten von allen Kontinenten, ein Springbrunnen und einige Wasserläufe sorgen in diesem kleinen Paradies für ein angenehmes Klima und Beschaulichkeit.Der Garten wurde 1923 von dem französischen Maler Jacques Majorelle angelegt und 1980 von dem französischen Modedesigner Yves Saint Laurent und seinem Lebensgefährten erworben. Ein Gedenkstein erinnert hier an Saint Laurent, dessen Asche auf dem Gelände ein letztes Zuhause gefunden hat.

Neben den vielen Pflanzen bieten einige in einem speziellen Kobaltblau gestrichene Gebäude dem Auge Malerisches. Zu besichtigen sind außerdem Malereien Yves Saint Laurents sowie ein kleines Museum mit marokkanischem Kunsthandwerk.

Lebendiger Orient: Djemaa el Fna

Der Marktplatz von Marrakesch: Djemaa el Fna

Der Marktplatz von Marrakesch: Djemaa el Fna

Das Herz Marrakeschs ist der Djemaa el Fna, der zentrale Marktplatz. Hier tobt das orientalische Leben auf seine schönste Weise, inklusive Verkäufern mannigfaltiger mehr oder weniger nützlicher Waren, Schlangenbeschwörern, Affendompteuren, Feuerschluckern, Geschichtenerzählern, Musikanten und vielerlei anderen Gauklern. An zahllosen Ständen werden landestypische, frisch zubereitete Speisen feilgeboten, wenn man möchte auch in kleinen Portionen, sodass man sich hier quer durch die marokkanische Küche schlemmen kann – zusammen mit den Einheimischen, denn auch bei diesen und nicht nur bei Touristen erfreut sich der Platz einer großen Beliebtheit.

Er ist der bekannteste Platz Nordafrikas. 2002 wurde das bunte Treiben auf dem Djemaa el Fna von der UNESCO zum mündlichen und immateriellen Erbe der Menschheit erklärt.

Fragen und Antworten rund um Marokko

Wann ist die beste Reisezeit für Marokko?

Marokko verfügt über verschiedene Klimazonen, was der sehr vielfältigen Landschaft geschuldet ist. Generell kann man aber sagen, dass die für den Großteil des Landes beste Reisezeit entweder das Frühjahr oder der Herbst ist. Dies gilt gerade auch für Städte- oder Wüstentouren, denn im Sommer kann es in Marokko sehr heiß werden. Wen es zum Skifahren in die Berge zieht, der wählt natürlich die Wintermonate für seine Reise.

Welche Stadtteile in Marrakesch sollte man gesehen haben?

Auf keinen Fall versäumen sollte man einen Besuch der Medina, also der Altstadt von Marrakesch, die bereits 1985 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde. Hier finden sich die meisten bekannten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Ebenfalls erlebenswert ist das Suqviertel, in dem man durch verwinkelte Gassen schlendern und nach Herzenslust in den vielen Basaren einkaufen kann. Dort kann man sich unter anderem bestens mit Gewürzen versorgen. Ein Einkaufserlebnis der gehobeneren Art bietet die Avenue Mohamed VI, auf der es sich vortrefflich flanieren lässt. Das umliegende Stadtviertel Hivernage gehört zu den angesagtesten Marrakeschs. Hier befinden sich auch einige Luxushotels.

Welche Parks bieten Erholung und Sehenswertes?

Neben dem bereits oben genannten Jardin de Majorelle verfügt Marrakesch noch über einige weitere schöne Parkanlagen. Zum Beispiel die bereits 850 Jahre alten Agdal-Gärten, die mit ihren Oliven- und Orangenhainen zum Weltkulturerbe der UNESCO gehören. Auch Agadir verfügt über viele schöne Grünflächen. Unter anderem sehenswert ist der historische Stadtpark Jardin de Olhão, der neben der attraktiven Bepflanzung über interessante Gebäude, ein Museum und ein Restaurant verfügt. In Rabat wiederum locken die in der Kolonialzeit angelegten Andalusischen Gärten und in Casablanca der Parc de L’Hermitage mit seiner tropisch anmutenden Vegetation.

Wo kann man in Marokko romantische Flitterwochen erleben?

Zahlreiche Anbieter organisieren Flitterwochen in Marokko und hier hat man wirklich die Qual der Wahl, so breit und attraktiv ist das Angebot. Sehr beliebt ist der Honeymoon in einem Palasthotel oder einem der luxuriösen Riads in Marrakesch, nebst romantischem Rahmenprogramm. 1001 Nacht werden hier für einige Tage Wirklichkeit. Oder Sie lassen sich einfach in die Wüste schicken. Eine Tour durch die Sahara inklusive Übernachtung im Berberzelt ist mit Sicherheit unvergesslich. Das Gleiche gilt für den Aufenthalt in einem der idyllischen Bergdörfer des Atlasgebirges. Darüber hinaus bieten sich natürlich pure Entspannung an einem der schönen Sandstrände oder eine Rundreise, auf der man das ganze Flair des Orients genießen kann, an.

Marokkanische Kultur

Marokko ist ein islamisches Land, in dem von den gläubigen Moslems fünfmal am Tag gebetet wird, der Ruf des Muezzins kündigt an, wann es wieder Zeit dafür ist. Im Fastenmonat Ramadan darf zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang nicht gegessen werden – dies gilt natürlich nicht für Touristen.

Ansonsten wird gut und gerne gegessen. Zum Beispiel Couscous, eine köstliche Kombination aus Hirse oder Grieß mit gedünstetem Fleisch und Gemüse. Bekannt und beliebt ist auch die Tajine, ein im gleichnamigen traditionellen Tontopf gegartes Gericht, das in vielerlei Variationen auf den Tisch kommt. Schweinefleisch wird in Marokko nicht verzehrt und auch Alkohol ist offiziell verboten, jedoch gleichwohl zu haben. Nationalgetränk ist frisch zubereiteter Minztee, der zu jeder Tageszeit und jeder Gelegenheit serviert wird.

3 erstaunliche Fakten über Marokko

Wussten sie eigentlich, dass

  • das muslimische Land Marokko jährlich über 30.000 Hektoliter Wein produziert?
  • in Marokko Ziegen auf Bäume klettern?
  • Marokko dabei ist, das größte Solarkraftwerk der Welt zu bauen?

3 berühmte Söhne und Töchter Marokkos

Jean Reno: Schauspieler, geboren am 30. Juli 1948 in Casablanca
wirkte in Filmen wie „Leon – Der Profi“ und „Mission: Impossible“ mit

König Mohammed VI.: geboren am 21. August 1963 in Rabat
seit 1999 König von Marokko

Just Fontaine: Fußballspieler und –trainer, geboren am 18. August 1933 in Marrakesch
1958 WM-Torschützenkönig, ehemaliger Nationaltrainer Frankreichs und Marokkos

Fakten über Marokko

Zeitverschiebung

Marokko liegt eine Stunde hinter der Zeit in Deutschland, dies gilt im Sommer wie im Winter, da auch Marokko die Sommerzeit eingeführt hat. Für den Fastenmonat Ramadan wird diese allerdings ausgesetzt, sodass der Zeitunterschied dann zwei Stunden beträgt.

Telefon, Handy

In Marokko gibt es neben Telefonzellen sogenannte Téléboutiques, in denen man mit Münzen oder Karten telefonieren kann. Telefonkarten sind dort oder in Tabakgeschäften erhältlich. Das Handynetz ist sehr gut ausgebaut, praktisch ist eine marokkanische Prepaid-Karte (carte jawal).

Zoll

Zollfrei einführen dürfen Sie 200 Zigaretten, 1 Flasche Spirituosen sowie Parfum und Filme für den privaten Gebrauch. Zollfrei ausführen dürfen Sie unter anderem 200 Zigaretten, einen Liter Spirituosen, 50 ml Parfum und Waren im Wert von 175 Euro. An Geld dürfen lediglich 1000 Dirham ein- oder ausgeführt werden.

Fremdwährung darf unbeschränkt eingeführt werden, ist aber ab einem Gegenwert von über 100.000 Dirham deklarationspflichtig.

Achtung, bei der Ausfuhr von Kunst- oder Kulturgegenständen sowie echt wirkenden Repliken braucht man eine Genehmigung des Kulturministeriums!

Notruf

Unter der 15 erreichen Sie Notarzt, Unfallrettung und Feuerwehr, unter der 19 innerhalb von Städten die Polizei und unter der 177 die Gendarmerie.

Rauchen

In sämtlichen öffentlichen Gebäuden und den meisten Restaurants herrscht ein Rauchverbot, in vielen Hotels und Restaurants gibt es aber Raucherecken. Während des Fastenmonats Ramadan ist das Rauchen in der Öffentlichkeit vor Sonnenuntergang verboten.

Apotheken

In Marokko gibt es ein dichtes Netz an Apotheken. Man erkennt sie an der Aufschrift „Pharmacie“. In jedem größeren Ort gibt es auch Apotheken mit Bereitschaftsdienst (pharmacies de garde). Welche das sind wird per Aushang an den Apotheken und in den französischsprachigen Tageszeitungen mitgeteilt.

Video – Marrokanische Impressionen

Anreise nach Marokko

Am bequemsten ist die Reise nach Marokko auf dem Luftweg, ein Flug von Frankfurt am Main aus dauert drei Stunden. Die meisten Reisenden werden sicherlich in Agadir landen, weitere Flughäfen, die direkt von Deutschland aus angeflogen werden, gibt es in Casablanca, Marrakesch, Fès und Nador. Eine weitere, natürlich viel zeitaufwändigere Möglichkeit besteht darin, auf dem Landwege nach Spanien, Frankreich oder Italien zu reisen und von dort mit der Fähre nach Marokko überzusetzen.

Weitere Infos zum Thema Marokko

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