Top 10 Nationalparks in Europa

Inhaltsverzeichnnis

Sarek Nationalpark in Schweden

Der als „letzte Wildnis Europas“ bezeichnete Nationalpark Sarek besteht zum Großteil aus meist umwegsamem Terrain. Mit mehr als 100 Gletschern gehört er außerdem, zusammen mit dem Padjelanta Nationalpark zu den größten Nationalparks Europas. Neben hohen Gletschern ist der Sarek Nationalpark geprägt von hohen Gipfeln, Bergmassiven, Gletschertälern und rauschenden Stromschnellen. Den Sarek Nationalpark besucht man, um zu wandern und die süße Freiheit Schwedens zu erleben. Aufgrund seiner Lage im hohen Norden Schwedens, sind Begegnungen mit Rentieren und Elchen keine Seltenheit.

Im Sarek Nationalpark gibt es keine buchbaren Unterkünfte, sodass Sie sich am besten gleich mit dem Zelt auf den Weg machen. Da in Skandinavien das Jedermannsrecht gilt, ist Wildcampen in Schweden erlaubt.

Bergpanorama im Sarek Nationalpark.

Bergpanorama im Sarek Nationalpark.

  • Highlight: Unberührte Natur
  • Empfohlene Aufenthaltsdauer: ca. 12 bis 14 Tage
  • Größe: 1.970 km²

Jotunheimen Nationalpark in Norwegen

Jotunheimen heißt „Heimat der Riesen“ und spielt damit schon auf zwei der bekanntesten Sehenswürdigkeiten im gleichnamigen Nationalpark an. Die zwei höchsten Berge Norwegens befinden sich nämlich hier: Galdhøpiggen mit einer Höhe von 2.469 Meter und Glittertind, der inkl. Gletscherhaube 2.464 Meter hoch ist. Der Park liegt im Osten Norwegens und bietet atemberaubende Aussichten auf Flüsse, Seen und Gletscher.

Die beste Reisezeit ist etwa von Mitte Juni bis Mitte September, dann kann man sich über geöffnete Hütten und zumeist schneefreie Strecken freuen. Ab Mitte August ist zudem die Hochsaison vorüber, sodass man dann auch ein Stück weit Einsamkeit genießen kann.

Zahlreiche Aktivitäten bieten sich im Jotunheimen Nationalpark darunter, darunter Gletscherwanderungen, Rafting, Wander- und Husky-Touren und sogar Ski fahren. Die beliebteste Wanderroute führt von Memurubu nach Gjendesheim. Genächtigt wird in Hotels, auf Campingplätzen oder in Cottages.

Der Jotunheim Nationalpark in Norwegen.

Der Jotunheimen Nationalpark in Norwegen.

  • Highlight: Gletscherwanderung
  • Empfohlene Aufenthaltsdauer: eine Woche
  • Größe: ca. 35.000 km²

Nuuksio Nationalpark in Finnland

Zum Abschluss einer ereignisreichen Städtereise nach Helsinki bietet sich ein Tagesausflug in den Nuuksio Nationalpark an. Fichten- und Kiefernwälder, Seen und zerklüftete Felsen prägen die Landschaft, die Heimat bedrohter Vogelarten ist.Die beste Reisezeit ist von Juni bis August, also in den Sommermonaten. Beliebt ist der finnische Nationalpark bei Aktivurlaubern, die hier Klettern, Angeln, Rad- und Skifahren, Schwimmen, Reiten und Wandern können. Von der Haukkalampi-Informationshütte aus, brechen Wanderer regelmäßig zu einer Umrundung des Nationalparks auf. Eventuell begegnet einem dabei ein fliegendes Eichhörnchen, die im Nuuksio-Nationalpark heimisch sind.

Da der Park nur ca. eine Stunde von Helsinki entfernt liegt, eignet sich der Park perfekt als Tagesausflug ohne Übernachtung.

Der Nuuksio Nationalpark in Finnland.

Der Nuuksio Nationalpark in Finnland.

  • Highlight: zur Einkehr einladende Natur, auch mit Kindern möglich
  • Empfohlene Aufenthaltsdauer: Tagesausflug
  • Größe: 55 km²

Peneda-Gerês-Nationalpark in Portugal

Der Peneda-Gerês Nationalpark (umgangssprachlich Gerês genannt) ist der erste und einzige Naturpark in Portugal. Als UNESCO-Biosphärenreservat steht er seit 2009 unter besonderem Schutz. Der Park befindet sich unweit der spanischen Grenze und ca. eine Stunde von Porto entfernt. Geprägt ist er von Wäldern, Gebirgszügen, Wasserfällen und Tälern, zwischen denen sich mehr als 100 Ortschaften befinden, die sich seit dem 12. Jahrhundert fast nicht mehr verändert haben und somit ein beeindruckendes kulturelles Erbe zu bieten haben.

Zwischen manchen Felsen haben sich Wasserbecken gebildet, in denen man sogar schwimmen kann. Außerdem gibt es schöne Wanderwege, die auch für Anfänger geeignet sind, wie den „Trilho da Silva dos Uros“. Wenn Sie die Augen offenhalten, können Sie mit Glück Rehe oder sogar deren natürlichen Feind, den Iberischen Wolf, sehen. Wahrscheinlicher ist es jedoch, dass Sie „garrano“ (Ponys) sehen, die frei im Park herumlaufen.

Als Unterkunft bieten sich vor allem Hotels aber auch Jugendherbergen an.

Der Peneda-Gerês-Nationalpark in Portugal.

Der Peneda-Gerês-Nationalpark in Portugal.

  • Highlight: Die Wasserbecken und ursprünglichen Dörfer
  • Empfohlene Aufenthaltsdauer: ca. 4 Tage
  • Größe: 70.000 Hektar

Nationalpark Port-Cros in Frankreich

Der an der Küste Südfrankreichs gelegene Port-Cros Nationalpark ist ein wahres Vogelparadies. Insgesamt sind dort über 100 Vogelarten beheimatet. Der Park erstreckt sich auf die beiden Hauptinseln Porquerolles und Port Cros sowie weitere kleine Eilande. Autos und Motorroller sind tabu. Perfekt also für eine ausgiebige Wanderung zwischen den dicht wachsenden Eichenwäldern. Die Inseln laden dazu ein, beim Tauchen oder Schnorcheln die Unterwasserwelt zu begutachten. Auch eine Erkundung per U-Boot ist möglich. Generell liegt die beste Reisezeit zwischen Ende April und Oktober. Um die Hauptreisezeit zu umgehen, reisen Sie am besten im Frühling oder Herbst.

Aufgrund der Größe der Insel, kann diese innerhalb eines Tages erkundet werden, sodass ein Aufenthalt auch als Tagesausflug ohne Übernachtung geplant werden kann.

Der Nationalpark Port-Cros in Frankreich.

Der Nationalpark Port-Cros in Frankreich.

  • Highlight: Unterwasserwelt vor der Côte d’Azur
  • Empfohlene Aufenthaltsdauer: 1 Tag
  • Größe: 2.475 Hektar

Bialowieza-Nationalpark in Polen

Der Bialowieza-Nationalpark erstreckt sich über polnisches und weißrussisches Staatsgebiet. Der Park gilt als natürlichstes Waldgebiet und zudem als letzter Urwald Europas. Seit 1977 zählt er zum UNESCO-Biosphärenreservat. Eine einzigartige Pflanzen-und Tiervielfalt zeichnet den Bialowieza-Nationalpark aus. Die ältesten Bäume sind stolze 500 Jahre alt. Über 12.000 Tierarten sind hier zuhause, darunter Wölfe, Biber, zahlreiche Vogelarten und natürlich Wisente. Letztere sind zugleich das „Gesicht“ des Nationalparks. Die interessantesten Sehenswürdigkeiten sind nicht frei zugänglich, weshalb man sich für geführte Touren anmelden muss.

Unterkünfte gibt es genug, doch wenn Sie in der Hauptsaison zwischen Juni und September anreisen, empfiehlt es sich, vorab zu buchen. Es gibt Gästehäuser und Campingplätze, die keine Wünsche offenlassen. Doch nicht nur im Sommer ist der Bialowienza-Nationalpark eine Reise wert. Auch im Frühling und Winter ist der Park ein Erlebnis der besonderen Art.

Bialowieza Nationalpark in Polen.

Winter im Bialowieza Nationalpark in Polen.

  • Highlight: Aussichtsturm im Narewka-Tal und die Wisente
  • Empfohlene Aufenthaltsdauer: 1- oder 2-Tages-Ausflug oder ein mehrtägiger Urlaub
  • Größe: 105,2 km²

Vatnajökull Nationalpark auf Island

Der Vatnajökull-Nationalpark ist gleich in mehrerer Hinsicht besonders und einzigartig. Besuchern bietet er spannende Naturschauspiele aus Flüssen, Gletschern, Vulkanen und geothermischer Aktivität. Mit 14.200 km² ist er der zweitgrößte Nationalpark Europas und beansprucht 14 % der Fläche Islands für sich. Zugleich ist der Vatnajökull der größte Gletscher Europas. Hier befindet sich auch der mächtigste Wasserfall Islands, der Dettifoss.

Auch ein Sumpfgebiet gibt es, in welchem unter anderem Rentiere sowie Gänse- und Vogelarten beheimatet sind. Es gibt Wanderwege in verschiedenen Schwierigkeitsstufen und Besichtigungstouren, bei denen Sie die Natur Islands besonders gut kennenlernen können.

Am besten bereisen Sie den Nationalpark in den Sommermonaten, da das Klima im Winter Ausflüge nur selten ermöglicht. Als Übernachtungsmöglichkeit bietet sich Camping an, oder auch Hütten, die Sie anmieten können.

Eishöhlen im Vatnajökull Nationalpark.

Eishöhlen im Vatnajökull Nationalpark.

  • Highlight: Der Gletscher Vatnajökull
  • Empfohlene Aufenthaltsdauer: mindestens 3 Tage
  • Größe: 14.200 km²

Cinque Terre in Italien

Der Nationalpark Cinque Terre, was übersetzt „fünf Dörfer“ heißt, liegt im Nordwesten Italiens und gehört zum UNESCO-Welterbe. Die fünf Dörfer sind unter anderem durch Fußwege miteinander verbunden. Der bekannteste von ihnen ist wohl der „Via dell‘Amore“ (Liebespfad) von Riomaggiore nach Manarola. Doch nicht nur Wandern ist eine tolle Möglichkeit, um die Landschaft zu erkunden, auch mit dem Fahrrad oder bei einem Tauchgang kommen Sie der Natur sehr nahe. Auch Surfen ist eine beliebte Aktivität, die an fünf Spots betrieben werden kann. Die bunten Häuser und Blumen sowie die steilen Felswände und das blaue Wasser können Sie auch ganz entspannt bei einer Tasse Kaffee betrachten. Im erfrischenden Wasser baden oder eine Kajaktour durch versteckte Höhlen und Wasserfälle sind Erlebnisse, die Sie so schnell nicht vergessen werden.

Unterkünfte gibt es reichlich, ob Hotel, Bed&Breakfast, Bauernhöfe, private Zimmer oder Camping.

Vernazza im Cinque Terre Nationalpark.

Vernazza im Cinque Terre Nationalpark.

  • Highlight: Der Sentiero Azzurro Trail (verbindet alle fünf Dörfer)
  • Empfohlene Aufenthaltsdauer: 2 bis 7 Tage
  • Größe: 38,6 km²

Nationalpark Una in Bosnien-Herzegowina

Der Nationalpark Una ist ein echter Geheimtipp und bietet alles, was man sich von einem Nationalpark erträumt. Es gibt atemberaubende Wasserfälle, malerische Flussläufe und eine artenreiche Fauna. Es wurden bereits über 120 Vogelarten dokumentiert, in den Gewässern tummeln sich ca. 15 Fischarten, wie die Bachforelle und die Äsche. Außerdem gibt es zahlreiche Reptilien, Amphibien und Schmetterlinge. Besonders hervorzuheben sind die drei größten Raubtiere Europas: der Wolf, der Bär und der Luchs, die ebenfalls im Una Nationalpark vertreten sind. Zu den beliebtesten Aktivitäten zählt das Wandern, Radfahren, sowie Rafting-Touren.

Übernachtungen sind innerhalb und außerhalb des Parks möglich. Hierzu stehen eine Reihe von Hotels, Apartments und Campingplätze zur Auswahl.

Die Martin Brod Wasserfälle im Una Nationalpark Bosnien.

Die Martin Brod Wasserfälle im Una Nationalpark Bosnien.

  • Highlight: der Wasserfall Štrbački buk
  • Empfohlene Aufenthaltsdauer: ca. eine Woche
  • Größe: 19.800 Hektar

Nationalpark Plitvicer Seen in Kroatien

Der Nationalpark Plitvicer Seen wurde bereits 1949 gegründet und ist damit der älteste Nationalpark Südosteuropas und der größte Kroatiens. Der rund 300 Quadratkilometer große Park ist Teil des UNESCO-Weltnaturerbes und größtenteils von Wald bedeckt. Der Park bietet rund 50 Kilometer Wanderwege, 16 Seen und 90 Wasserfälle. Darüber hinaus gibt es unzählige Höhlen zu entdecken. Für die Besichtigung der Seen werden verschiedene Programme angeboten.

Der Park stellt zudem die Heimat von zahlreichen Insekten, Wirbeltieren, Wirbellosen, Schmetterlingen, Fischen und Vögeln dar. Besonders Fledermäuse sind dort in einer Großzahl verschiedener Arten beheimatet. Auch Luchse, Bären, Wölfe und Fischotter nennen den Plitvicer Seen Nationalpark ihr Zuhause. Zu den beliebtesten Aktivitäten gehören Wandern, Radfahren, aber auch das Skifahren und Rodeln.

Als Unterkünfte bieten sich sowohl Hotels als auch Campingplätze an.

Der Galovak Wasserfall im Plitvica Nationalpark.

Der Galovak Wasserfall im Plitvica Nationalpark.

  • Highlight: die Seen und Wasserfälle
  • Empfohlene Aufenthaltsdauer: 1 bis 2 Tage
  • Größe: ca. 300 km²

Video – Beautiful Nationalparks in Europe

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