Städtereise Dresden

Die, im schönen Elbtal gelegene, sächsische Landeshauptstadt Dresden zählt etwa 550.000 Einwohner und ist infolge zahlreicher Eingemeindungen eine der flächengrößten Städte Deutschlands und zudem eine der vegetationsreichsten Städte Europas.
Herausragende wirtschaftliche Bedeutung hat Dresden in Bereichen der Spitzentechnologie erlangt. Die TU Dresden ist in die Liste der Elite-Universitäten aufgenommen worden.

Der Städtetourismus ist ein bedeutendes ökonomisches Standbein –
etwa 7 Millionen Gäste aus aller Herren Ländern besichtigen die Stadt an der Elbe jährlich und bestaunen die frische Blüte der aus Ruinen auferstandenen Großstadt. Aufgrund Dresdens wertvollen Kunstsammlungen, seiner architektonischen Ästhetik und der idyllisch eingebetteten Lage im Elbtal wird Dresden auch gerne als „Elbflorenz“ bezeichnet.

dresdenufer.png

Dresden lässt sich vorzüglich von den Elbufern aus betrachten.

Dresden – Kultur und Natur pur

Dresden ist eine global anerkannte Kunst- und Kulturstadt. Die UNESCO entzog der Kulturlandschaft Dresdner Elbtal ihren Titel als Weltkulturerbestätte wegen des Baus der Waldschlößchenbrücke. Dies minderte die Anziehungskraft der sächsischen Hauptstadt jedoch nicht im Geringsten. Die Wahrzeichen der Stadt, wie die Semperoper oder der Zwinger, sind nicht nur äußerlich attraktiv, sondern beherbergen auch innerlich musische Schätze. Die restaurierte Frauenkirche ist Symbol für den Sieg des Friedens und der Versöhnung.
Zum kulturellen Reichtum Dresdens gehören, neben den historischen und modernen Bauwerken, auch etwa 50 Museen, 35 Theater und bedeutende Musikspielstätten.

Parkanlagen wie der Große Garten und Plätze mit ihren Brunnen und Skulpturen tragen zum besonderen Charme der Elbstadt bei. Das Umland lädt mit seinen Schlössern und Naturschutzgebieten zu Ausflügen per Schiff oder Fahrrad ein.

Auch das Nachtleben ist vielschichtig und eignet sich für einen aufregenden Partyurlaub. Es gibt einige Szeneviertel mit einer Fülle von Clubs und Bars, in denen Einheimische, Touristen und Studenten in Eintracht die Nacht zum Tag machen. Für exquisite Einkaufserlebnisse bildet das barocke Flair eine exzellente Kulisse.

Empfehlenswerte Sehenswürdigkeiten

Aufgrund der architektonischen Schönheit Dresdens ist ein ausgedehnter Spaziergang durch die meisterlich restaurierte Stadt und entlang den Ufern der Elbe unterhalb der Hängebrücke „Blaues Wunder“, eine Sightseeingtour par excellence. Einige der prunkvollen Gebäude verdienen jedoch eine genauere Betrachtung. An dieser Stelle möchten wir Ihnen daher eine kleine Auswahl der touristischen Highlights für eine Dresdner Städtereise mit auf den Weg geben.

Der Dresdner Zwinger

Zwinger.png

Der Dresdner Zwinger ist für Touristen zwingend notwendig.

Der Gebäudekomplex mit dem Dresdner Wahrzeichen des Kronentors, der Sempergalerie und mehreren Pavillons umschließt mit seinen Langgalerien den innenhöfischen Lustgarten samt Wasserspielen und Denkmälern. Der Name Zwinger geht auf eine mittelalterliche Bezeichnung von Festungsanlagen zurück. Die gesamte bauliche Entwicklung bietet Stoff für mehrere Doktorarbeiten. Die beeindruckende Anlage ist bedeutendstes Bauwerk des Spätbarock. In den verschiedenen Gartenanlagen kann man im Einklang mit sich und dem Spiel des Glockenspielpavillons die kunstvollen Brunnenanlagen, wie das Nymphenbad, bewundern.

Innerhalb der Gemäuer der Sempergalerie und der Pavillons beherbergt der Zwinger gleich drei Museen: die Gemäldegalerie Alte Meister, der mathematisch-physikalische Salon und die Porzellansammlung, ihres Zeichens die weltgrößte Zurschaustellung von Porzellanarbeiten.
Das ursprünglich als Orangerie und Festspielort entworfene Areal wird auch heute noch für Freiluftveranstaltungen genutzt.

Die Frauenkirche am Neumarkt

frauenkirche.png

Die Frauenkirche am Neumarkt erstrahlt in neuem Glanze.

Der barocke Neumarkt ist der bekannteste Platz im Herzen Dresdens. Die schmucken Fassaden der historischen Giebelhäuser wurden aufwendig rekonstruiert. Die Cafés und Geschäfte laden zum Verweilen, Flanieren, Bummeln und Shoppen in einer charmanten Atmosphäre ein.

Am Neumarkt steht mit der protestantischen Frauenkirche ein weiteres Wahrzeichen Dresdens, dessen Wiederaufbau im Jahre 2005 abgeschlossen wurde. Der steinerne Kuppelbau ist einer der größten nördlich der Alpen und wird von einer Aussichtsplattform gekrönt, von der aus sich die gesamte Pracht Dresdens überblicken lässt. Während DDR-Zeiten wurde die Ruine als Mahnmal gegen den Krieg stehen gelassen. Seit dem Weihegottesdienst der Wiedereröffnung gilt die Frauenkirche als offizielles Symbol der Versöhnung.

Die Brühlsche Terrasse und die Festung Dresden

brühlterrasse.png

Die Brühlsche Terrasse wird auch der Balkon Europas genannt.

Die Brühlsche Terrasse ist ein architektonisches Ensemble, das sich über 500 m entlang des Elbufers zwischen Augustusbrücke und Carolabrücke erstreckt. Das Terrassenufer mit seinen vielen Hinterlassenschaften der Renaissance ist auch als „Balkon Europas“ bekannt. Der Namensgeber Heinrich von Brühl ließ die alte Festung mit einem Lustgarten, dem Palais, dem Belvedere und einer Bibliothek umgestalten. Heute befinden sich entlang der Terrasse viele, dem Auge schmeichelnde, Bauwerke und Skulpturen, wie die Freitreppe am Ständehaus oder die Hochschule für Bildende Künste. Der Brühlsche Garten wartet ebenfalls mit Sehenswürdigkeiten auf.

Hinter und unter der Brühlschen Terrasse liegt das Museum der Festung Dresden. In den teils unterirdischen Gewölben lässt sich die Festungs- und Stadtgeschichte hautnah erleben. Hier gelang im frühen 18. Jahrhundert die Herstellung des ersten europäischen Porzellans.

Beliebte Stadtteile

Dresden zählt insgesamt 64 Stadtteile, denen 10 Oberamtsbereiche übergeordnet sind. Die größten touristischen Anziehungspunkte bilden hier die Altstadt und die Neustadt. Aufgrund der aufwendigen Restaurierungen der Altstadt sind deren Gebäude paradoxerweise oft neueren Ursprungs, als die der relativ vom Krieg verschont gebliebenen Neustadt.

Die Altstadt

Dresdens Altstadt befindet sich auf der linkselbischen Seite. Hier konzentrieren sich die meisten kulturellen Institutionen und Sehenswürdigkeiten, die größtenteils nach der Zerstörung der Bombenangriffe wieder in die Pracht ihres ursprünglichen Zustands zurückversetzt worden sind.

Zur Altstadt gehört auch die Seevorstadt. Hier liegen der Hauptbahnhof und Dresdens Rathaus. Der Altmarkt ist ein guter Ausgangspunkt für ausgiebige Shoppingtouren. Die Einkaufsmeile der Prager Straße schließt an den Altmarkt an. Auch touristische Attraktionen, wie das Deutsche Hygienemuseum oder der Große Garten sind in der Seevorstadt vertreten.

dresdenaltstadt.png

Dresdens Altstadt bietet auch vorzügliche Shoppingmöglichkeiten.

Die Neustadt

Die Äußere Neustadt ist Zentrum des Dresdner Nachtlebens. In dem Szene- und Kneipenviertel können sich feierfreudige Nachtschwärmer in einer Auswahl von 100 Kneipen und insgesamt etwa 175 gastronomischen Betrieben bewirten lassen. Durch die Fülle an Bars, Clubs und Discotheken kommen Anhänger jedes Musikgeschmacks auf ihre Kosten. Die Künstlerszene ist mit zahlreichen hippen Kleinkunstbühnen und ungewöhnlichen Ateliers lebhaft vertreten.

Am Tag bietet das Gründerzeitviertel der Neustadt einen angenehmen Kontrast zu dem turbulenten, nächtlichen Partyleben.

graffiti.png

Im Szeneviertel der Äußeren Neustadt tobt das Nachtleben.

Kultur & Kulinaristik

Unsere kleine Auswahl der empfehlenswerten Dresdner Sehenswürdigkeiten kann dem ehemaligen UNESCO-Weltkulturerbe Dresdens leider nicht gerecht werden. An dieser Stelle wollen wir Ihnen daher ein paar weitere Empfehlungen für bildende Unterhaltungserlebnisse nahe legen und einen kleinen Einblick in die Dresdner Koch-und Backkultur gewähren.

Die Semperoper

semperoper.png

Gebaut mit dem Anspruch, die Beste zu sein!

Im bekanntesten Opernhaus Deutschlands musiziert die Sächsische Staatskapelle, welche zu den ältesten und renommiertesten Orchestern der Welt gehört. Das von dem Architekten Gottfried Semper entworfene, formvollendete Gebäude konnte 40 Jahre nach seiner Zerstörung im Jahre 1985 wieder seine Pforten öffnen. Das Eingangsportal schmückt eine Quadriga mit Dionysos und Ariadne. Die Nebeneingänge am Theaterplatz säumen Büsten und Statuen epochaler Dichter. Wenn in der Semperoper der Vorhang fällt, ist die Show noch nicht zu Ende. Denn eben dieser Vorhang ist ein meisterliches Kunstwerk für sich und wurde erst 2013 für 40.000 Euro restauriert.

Das Residenzschloss

residenzschloss.png

Das Residenzschloß samt Schlosskirche zieht massig Besucher an.

Das Residenzschloss ist eines der ältesten historischen Gebäude Dresdens und prägte maßgeblich die kulturelle Entwicklung der Stadt. Hier residierten die sächsischen Kurfürsten und Könige seit dem 16. Jahrhundert. Seit dieser Zeit haben hier alle epochalen Baustile ihre Spuren hinterlassen.

Im Residenzschloss sind insgesamt fünf Museen untergebracht: Das historische und neue Grüne Gewölbe, das Münzkabinett, das Kupferstichkabinett und die Rüstkammer samt Türckischer Cammer.

Moderne Bauwerke

kugelhaus.png

Das Kugelhaus am Hauptbahnhof ist nur eines der sehenswerten, modernen Gebäude der Stadt.

Das Antlitz Dresdens zieren nicht nur die stilvollen Gebäude des alten Europa, auch die Moderne hat in der Architektur Dresdens Einzug gehalten. Nach den Plänen von Daniel Libeskind wurde das Militärhistorische Museum der Bundeswehr neugestaltet. Norman Foster sorgte für die Modernisierung des Hauptbahnhofs, neben dem das neue Kugelhaus der Gläsernen Manufaktur steht. Die Neue Terrasse und die Neue Synagoge kleiden sich ebenfalls in modernem Gewand.

Kulinaristik

christstollen.png

Zur Weihnachtszeit schmeckt der Dresdner Stollen am besten.

Dresdens Küche ist vor allem durch seine Back- und Süßwaren bekannt. Der Dresdner Stollen wird nicht nur alljährlich auf dem traditionellen Striezelmarkt feilgeboten, sondern auch weltweit exportiert. Russisch Brot und Dominosteine sind weitere Exportschlager.

Die gutbürgerliche und internationale Küche ist mit Restaurants, Bistros, Cafés und auch Imbissbuden in allen Preiskategorien umfangreich vertreten.

Natur, Parks und Schlösser

Die großzügig angelegten Parkanlagen und das reizende Umland Dresdens mit seinen Elbschlössern machen einen Großteil des touristischen Werts der sächsischen Hauptstadt aus. Die Schlösser und die geschützte Flusslandschaft des Elbtals lassen sich bestens von einer Schiffstour auf einem historischen Raddampfer aus bewundern oder mit dem Fahrrad erkunden. In und um die Stadt herum laden liebliche Naturidyllen und Landschaftsschutzgebiete zum Picknicken und Ausspannen ein.

Der Große Garten

Der Große Garten ist der älteste und schönste Park Dresdens. In dessen Zentrum thront das frühbarocke Palaisgebäude. Die weitläufige Parklandschaft samt Gondelteich lässt sich per Parkeisenbahn erkunden. Das Parktheater und eine Freilichtbühne sorgen für musische Genüsse, während Restaurants und Biergärten für das leibliche Wohl der Besucher sorgen. Im Großen Garten ist auch der Botanische Garten der technischen Elite-Universität angesiedelt.

Schloss Pillnitz

Im Schloss Pillnitz residierte im Sommer das sächsische Königshaus. Die Schlossanlage beinhaltet Anleihen chinesischer Baukunst. Der Park der Sommerresidenz bietet zu jeder Jahreszeit einen erlebnisreichen und erholsamen Spaziergang. Im Palmenhaus gedeihen exotische Pflanzen, während das Schutzhaus einer 230 Jahre alten Kamelie ein Obdach bietet.

Barockgarten Schloss Sedlitz

Der 300 Jahre alte und restaurierte Barockgarten umfasst eine 18 Hektar große Fläche. Mit seinen Terrassen, Wasserspielen, und geometrisch angelegten Rasenanlagen stellt er ein Paradebeispiel französischer Gartenbaukunst dar. Das Friedrichschlösschen und die Obere und Untere Orangerie gehören zum Landsitz des sächsischen Adels.

dresdengarten.png

Das Palaisgebäude ist eine der Attraktionen im Großen Garten.

pillnitz.png

Der Garten des Schloss Pillnitz beherbergt botanische Raritäten.

Erstaunliche Fakten zu Dresden

Wussten sie eigentlich, dass

  • die Statue des Goldenen Reiters mit echtem Blattgold überzogen ist??
  • die Sächsische Staatskapelle einen besonderen Klang erzeugt, indem sie die Geigen höher als üblich stimmt?
  • die Zahnpasta, der Teebeutel, die Filterzigarette und der Büstenhalter in Dresden erfunden wurden?

Söhne und Töchter der Stadt

Erich Kästner, Schriftsteller, am 23.2.1899 in Dresden geboren
„Emil und die Detektive“, „Das doppelte Lottchen“

Matthias Sammer, Fußballer, am 5.9.1967 in Dresden geboren
ehemaliger Nationalspieler der deutschen Elf

August der Starke, polnischer König, am 12.5.1670 geboren
ließ den Zwinger und die Frauenkirche erbauen

Video – Dresden aus der Vogelperspektive


Beste Reisezeit

Dresden liegt in der kühl-gemäßigten Klimazone. Die mittleren Temperaturen liegen im kältesten Januarmonat um den Gefrierpunkt und im Hochsommer im Juli bei etwa 19° C. Die regenreichen Tage im Juli und August können zu Hochwasser führen.

Dresden bietet zu jeder Jahreszeit erlebenswerte Veranstaltungen. Der Striezelmarkt im Advent oder der Opernball im Januar machen, zusammen mit den vielen Museen und Theatern, den Dresdner Winter zu einer attraktiven Reisezeit. Der Frühling und der Herbst gestalten sich in Dresden besonders schön. Wenn das Elbtal und die Gärten der Stadt zu neuem Leben erwachen oder in Herbstfarben erstrahlen, werden Ausflüge in die nähere Umgebung mit besonderen Impressionen belohnt. Die klassische Reisezeit des Sommers lockt mit etlichen Open Air-Veranstaltungen und Festen wie dem Stadtfest im August oder dem Elbhangfest. Besonders erwähnenswert sind die Filmnächte am Elbufer, die im Juli und August stattfinden.

Anreise

Neben der Anreise mit dem eigenen Pkw kann Dresden ebenfalls per Flugzeug leicht erreicht werden.
Der Flughafen Dresden liegt 10 km außerhalb der Stadt und wird von verschiedenen Airlines aus etwa 50 europäischen Städten angeflogen.
Über den Bahnhof Neustadt-Mitte wird der Personenfernverkehr abgewickelt.
Der öffentliche Nahverkehr beinhaltet 3 S-Bahn-, 16 Straßenbahn-, und 23 Buslinien.
Dresden ist eine fahrradfreundliche Stadt. Das Mitbringen oder das Mieten eines Fahrrads kann ihre Städtereise um einige Erlebnisse bereichern.