Städtereisen Polen: Kulturreichtümer und Kulinarik

Mit kulturellen Reichtümern, gutbürgerlicher Küche und einer warmherzigen Gastfreundschaft heißt unser Nachbarland Polen Sie willkommen. Entdecken Sie auf einer Städtereise nach Polen die quirlige Hauptstadt Warschau mit ihrer historischen Altstadt, schlendern Sie entlang der Weichsel und bestaunen Sie den Palast der Republik.

Inhaltsverzeichnis – Städtereisen Polen

Warschau Skyline Städtereisen

Warschauer Skyline.

Eine Reise nach Krakau, in die für viele schönste Stadt des Landes, führt Sie durch die charakteristische Altstadt, in das jüdische Viertel und zum imposanten Schloss Wawel. Machen Sie einen Städtetrip nach Breslau, Europas Kulturhauptstadt 2016 bietet Ihnen einen bunten Mix aus Tradition und Moderne. Besuchen Sie eine gemütliche Kneipe, probieren Sie Pierogi, die polnischen Maultaschen, und natürlich das polnische Bier – Prost!

Genießen Sie Sightseeing und Strandurlaub an der polnischen Ostsee in Städten wie Danzig und Stettin oder folgen Sie der Bierroute durch Posen. „Theo, wir fahren nach Lodz“ – entdecken Sie die ehemalige Textilhochburg, natürlich auch, wenn Sie nicht Theo heißen. Und auch Ausflüge zu Polens landschaftlichen Schönheiten wie etwa der Masurischen Seenplatte, den Dünen von Leba oder dem Bialowieski Nationalpark sind ein unvergessliches Erlebnis. Serdecznie Witamy (dt. Willkommen) in Polen.

Welche Städte in Polen sind sehenswert?

Polens Städte überraschen allesamt mit Charme und Schönheit. Wir möchten Ihnen drei aufregende Reisedestinationen in unserem Nachbarland vorstellen: Warschau, die Perle Osteuropas, gefolgt von der Königsstadt Krakau und Breslau, dem schlesischen Diamanten.

Sehenswerte Städte in Polen

Warschau

Polens Hauptstadt Warschau liegt direkt an der Weichsel und ist eines der wichtigsten Handelszentren von Ost- und Mitteleuropa. Das historische Zentrum der lebhaften Metropole gehört nicht grundlos zum UNESCO-Weltkulturerbe und bietet eine Fülle an kulturellen Schätzen. Das Herz der Stadt ist der Altstadtplatz auf dem sich zahlreiche, nach dem Krieg originalgetreu wieder aufgebaute historische Bauwerke befinden: Das imposante Königsschloss mit dem spannenden Kunstmuseum, die prunkvolle Johanneskathedrale und die charakteristische Jesuitenkirche prägen das Bild des charmanten Viertels, in dem viele gemütliche Cafés zum Verweilen einladen. Ein Wahrzeichen der polnischen Hauptstadt ist der Kulturpalast, auch Stalinstachel genannt, der gleichzeitig mit über 230 Metern das höchste Gebäude der Metropole ist. Im Inneren des Kulturpalastes sorgen Theaterbühnen und Museen für ein buntes Unterhaltungsprogramm.

Von der Aussichtsplattform des Kulturpalastes auf etwa 110 Metern Höhe gibt es einen atemberaubenden Ausblick über die polnische Hauptstadt. Nach dem Sightseeing ist ein Spaziergang an der Weichsel genau das richtige, um die ganze Schönheit der Warschauer Skyline zu betrachten. Bei einem anschließenden Einkaufsbummel über die Prachtstraße Ulica Nowy Świat können Souvenirs geshoppt werden und die urgemütlichen Restaurants locken mit bodenständiger polnischer Küche – Dobry apetyt! Nachtschwärmer können sich am Abend in den Kneipen, Pubs und Bars der Warschauer Innenstadt austoben, polnisches Bier genießen und nette Menschen kennenlernen.

Warschau Städtereisen Polen

Das Herz der Altstadt in Polens Hauptstadt Warschau.

Krakau

Krakau, die zweitgrößte Stadt Polens, ist nicht nur die heimliche Hauptstadt, sondern für die meisten Einheimischen auch eine der schönsten Städte des Landes. Die Altstadt von Krakau bildet das kulturelle Zentrum: Es gibt über 5.000 historische Bauwerke und Denkmäler, die bis heute gut erhalten sind und mit ihrer beeindruckenden Architektur einen ganz besonderen Charme versprühen. Das Herz von Krakau ist der Hauptmarkt auf dem sich viele Geschäfte, Straßencafés und sehenswerte Bauwerke, wie die wunderschöne Marienkirche, die bekannten Tuchhallen und die prachtvolle Burg Wawel befinden. Ein Bummel durch das mittelalterliche Krakau mit alten Krämerläden und Handelswegen wartet unter dem Marktplatz und auch die Kanonicza-Straße, Krakaus älteste Straße, ist mit ihren Prachtpalästen ein Erlebnis.

Zu den wichtigen Sehenswürdigkeiten von Krakau gehört auch das ehemalige jüdische Viertel Kazimierz, das als Drehort für den Filmklassiker Schindlers Liste diente. Ein Spaziergang entlang der Planty, einem Grüngürtel, der die Krakauer Altstadt umgibt, ist perfekt, um die vielen aufregenden Eindrücke der zauberhaften Stadt Revue passieren zu lassen. Als Abschluss einer Städtereise nach Krakau darf weder ein Restaurantbesuch mit polnischen Spezialitäten, noch ein geselliger Abend in den urigen Kneipen der Kellergewölbe fehlen.

Die Burg Wawel in Krakau Polen

Die Burg Wawel in Krakau war bis ins 17. Jahrhundert Sitz der polnischen Könige.

Breslau

Als Europäische Kulturhauptstadt 2016 ist Breslau ein beliebtes Reiseziel für Städtereisen in Polen. Die Stadt besticht mit einem Mix aus polnischer Tradition und europäischer Moderne. Mittelpunkt von Breslau ist zweifelsohne der Hauptmarkt im Herzen der Stadt, der größte Marktplatz in Europa, auf dem ganzjährig zahlreiche Veranstaltungen stattfinden. Das Wahrzeichen von Breslau ist das historische Rathaus aus dem 14. Jahrhundert, in dem sich heute das Museum für Stadtkunst befindet. Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die Jahrhunderthalle, ein außergewöhnlicher Rundbau, in dem Ausstellungen, Messen, Sportevents und Konzerte stattfinden.

In Breslau tobt das Leben, und zwar tagsüber und abends, die Stadt ist unter Studenten sehr beliebt: Im Zentrum gibt es eine große Auswahl an Kneipen, Bars und Clubs, zudem besitzt Breslau die größte Schankstube der Welt, den Schweidnitzer Keller. Bei einem Spaziergang entlang der Uferpromenade der Oder lädt die imposante Millenniumbrücke zum Überqueren ein, von hier aus gibt es einen wunderschönen Aus- und Weitblick über Breslau und die nahe Umgebung.

Breslau Rathaus

„Wer nicht im Schweidnitzer Keller war, ist nicht in Breslau gewesen.“

Kontrastprogramm: Beliebte Ausflugsziele in Polen

Polens Städte stecken voller kultureller Sehenswürdigkeiten, darunter historische Burgen, Paläste und Kirchen. Nehmen Sie sich während Ihrer Städtereisen in Polen unbedingt Zeit, die facettenreiche Landschaft kennenzulernen, erkunden Sie die Dünen von Leba, die Masurische Seenplatte oder den Bialowieski Nationalpark, Europas letzten Urwald.

Die Dünen von Leba

Dünen von Leba

Die weitläufige Sandlandschaft der Dünen von Leba erinnern an eine Wüste.

Mit fast 800 Kilometern Länge ist die polnische Ostseeküste mit ihren bildschönen weißen Sandstränden und den malerischen Steilküsten ein beliebtes Reiseziel für Badeurlaub in Polen. In Hinterpommern sticht der Ort Leba, etwa 100 km von Danzig entfernt, besonders heraus: Das kleine Dorf im Slowinski-Nationalpark ist bekannt für seine einzigartige Dünenlandschaft, die den Leba-See und den Garder See von der Ostsee trennt. Der Ort wird auch liebevoll die Sahara Polens genannt, die Dünen sind teilweise bis zu vierzig Meter hoch und ein echtes Naturwunder innerhalb Europas. Von der Spitze der Düne gibt es einen einzigartigen Ausblick über die Sandmassen und das blaue Meer.

Masurische Seenplatte

Die Seenplatte der Masuren in Polen.

Im europäischen Vergleich hat Polen nach Finnland die meisten Seen.

Seen wohin das Auge reicht und dazu dichte grüne Wälder und ganz viel Ruhe und Erholung, das verspricht die Masurische Seenplatte etwa 200 km von der Hauptstadt Warschau entfernt. Die Masuren sind ein Paradies für all jene, die Erholung suchen, die abseits des Stadttrubels die Seele baumeln lassen wollen. Über 3.000 Seen, malerische Kanäle, feuchte Moorlandschaften, Flüsse, Sumpfgebiete und dichte Wälder, all das ist auf dem über 46.000 m² großen Gebiet der Masuren zu finden. Unzählige bunte Vogelarten und heimische Tiere wie Wölfe, Biber, Luchse und Elche leben in der zauberhaften Natur Polens. Die Masurische Seenplatte ist auch beliebt bei Wassersportfans: Angeln, Bootfahren oder Schwimmen sorgen für Freizeitspaß.

Bialowieski Nationalpark

Bialowieska Nationalpark

Der letzte Urwald Europas.

Der Białowieża Nationalpark ist Europas letzter Urwald und steht somit auf der Liste des UNESCO-Weltnaturerbes. Der Park liegt etwa 250 km von der polnischen Hauptstadt Warschau entfernt und erstreckt sich auf einer Gesamtfläche von rund 1.250 km². Die Grenze zum Nachbarland Weißrussland wird von einer Wasserschneide der Ostsee und des Schwarzen Meeres durchzogen. Im dichten Białowieża Nationalpark stehen über 500 Jahre alte mächtige Bäume, es gibt zahlreiche Vogelarten und es leben hier heute noch über zweihundert Wisente sowie Luchse, Elche, Seeadler und Otter in freier Wildbahn. Neben Spaziergängen und Wanderungen durch den grünen Park beherbergt das gleichnamige Dorf Białowieża eine spannende Ausstellung über die artenreiche Tier- und Pflanzenwelt des einzigartigen Biosphärenreservats. Als ältester Nationalpark und letzter Urwald Europas wird der Białowieża Nationalpark auch gerne die Perle der Wälder von Europa genannt. Der Park ist in der Regel autofrei und kann deshalb nur zu Fuß, mit dem Rad oder auf einem Pferd erkundet werden, natürlich auf eigene Faust oder mit einem erfahrenen Guide.

Welche Spezialitäten sollte man probieren?

Die polnische Küche ist gutbürgerlich, bodenständig und schmackhaft. Wer deftiges Essen liebt, ist in unserem Nachbarland genau richtig. Probieren Sie das Nationalgericht Bigos, die weltbekannten Pierogi oder die leckere osteruopäische Suppe aus Roter Bete.

Nationalgericht Bigos

Ein deftiger Eintopf namens Bigos ist das Nationalgericht von Polen: Enthalten ist ganz viel Sauerkraut, Weißkohl und verschiedene Wurst- und Fleischspezialitäten, die mit Zwiebeln, Pilzen, Trockenpflaumen, Pflaumenmus, Rotwein und Gewürzen geschmort werden. Ein klassisches Rezept für Bigos gibt es nicht, nach Herzenslust können auch andere Gemüsesorten hinzugegeben werden. Das perfekte Gericht für kalte Wintertage.

Pierogi – Polnische Maultaschen

Die schmackhaften Teigtaschen Namens Pierogi (Piroggen) sind weltbekannt, hierzulande auch als polnische Maultaschen berühmt. Pierogi gibt es als herzhafte oder süße Variante: Wer es lieber deftig mag, bestellt die hausgemachten Teigtaschen mit einer Füllung aus Hackfleisch und Zwiebeln, Kraut und Pilzen oder Kartoffeln und Käse. Süße Schleckermäuler können Pierogi mit Äpfeln, Rosinen und Zimt oder mit Früchten und Quark bestellen. Lecker zu jeder Zeit.

Barszcz czerwony – Polens Rote Bete-Suppe

Die polnische Variante des in Osteuropa verbreiteten Borschtsch ist Barszcz czerwony, die Suppe aus Roter Bete. Die traditionelle Suppe wird aus vergorener Rote Bete zubereitet und mit Stücken serviert, nicht püriert wie in anderen osteuropäischen Ländern. Als Einlage erhält Barszcz czerwony häufig kleine Ravioli mit Kraut und Pilzen oder mit einer Fleischfüllung, auch gefüllte Hefebrötchen oder sogenannte „Krokiet“, eine Art Kroketten, sind je nach Zubereitungsart als Beilage in der Suppe. Barszcz czerwony steht auf fast jeder Speisekarte in polnischen Restaurants und wird von den Polen gerne an Heiligabend serviert.

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Die polnische Hauptstadt Warschau hat in den letzten Jahren positive Entwicklungen eingeschlagen. Einst als grauer und trostloser Ort verschrien, kann die facettenreiche Stadt mittlerweile mit ihrem weitreichenden touristischen Angebot punkten.