Berlin: 6 Millionen Touristen im ersten Halbjahr

Mittwoch, 29. August 2018

Berlin hatte in der ersten Jahreshälfte 2018 6,4 Millionen Besucher – das sind genauso viele wie im Jahre 2005 und deutlich mehr als 2017. Damit hat die deutsche Bundeshauptstadt 4,4 Prozent mehr Besucher als noch im Jahr davor.

Berlin Brandenburger Tor

Der Geschäftsführer der Tourismusgesellschaft Visit Berlin, Burkhard Kieker, behauptet Touristen würden heutzutage vor allem das authentische Lebensgefühl ihres Reiseortes spüren wollen. Das bedeutet in Berlin vor allem, dass die Besucher nicht nur die üblichen Sightseeing Hotspots ansteuern, sondern auch auf Empfehlung von Ortsansässigen den Besuch einer Bar oder einer anderen Location wertschätzen, um die Atmosphäre der Stadt zu spüren. In vielen Teilen Berlins wird das gut aufgenommen. In den beiden Bezirken Friedrichshain-Kreuzberg und Mitte seien die Leute allerdings auch von den Touristen genervt. Auch Außenbezirke sollen laut der Landesregierung deswegen nun für Berlin Städtereisen besser vermarktet werden.

Für die geringen Touristenzahlen in 2017 ist vor allem die Air Berlin Pleite ausschlaggebend gewesen, ein Drittel aller Flüge im Herbst seien weggefallen, aber die Lage habe sich wieder normalisiert. Über die Hälfte, nämlich ganze 56 Prozent der Berlin-Besucher stammen übrigens aus Deutschland, vor allem aus Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg. Gäste aus dem Ausland kommen oft aus Großbritannien, den USA, Spanien, Italien, Frankreich oder auch den Niederlanden. Ob der Plan vom Marketing der Außenbezirke aufgeht, sei laut Kieker aber noch ungewiss. Auch die Einheitsfeier zum 3. Oktober, die 2018 in Berlin stattfindet, soll wieder eine ganze Menge Touristen anlocken.