La Graciosa wird offiziell achte Kanareninsel

Samstag, 7. Juli 2018


Bisher zählten sieben Kanarische Inseln zu den für Touristen zugänglichen Urlaubszielen. Auf Antrag des spanischen Senats kommt künftig eine achte, die zuvor unter der Verwaltung Lanzarotes stand, hinzu: Die rund 30 Quadratkilometer kleine Insel La Graciosa.

La Graciosa Strand

Malerische Strände und idyllische Ruhe: Für manche Urlauber ist La Graciosa das Kanarische Paradies.

Ein normannischer Seefahrer namens Jean de Béthencourt taufte die kleine Insel einst „Die Anmutige“. Sie hat für Urlauber aber weitaus mehr zu bieten als ein elegantes Aussehen im türkisblauen Meer. Die Trauminsel ist voller einsamer und feinkörniger Sandstrände – und einem Nationalpark, der in der Nähe der einzigen Ortschaft Caleta de Seboder liegt. Viele Übernachtungsmöglichkeiten gibt es auf der spärlich besiedelten Insel nicht, weshalb die meisten Touristen tagsüber mit der Fähre anreisen und abends auf die umliegenden Inseln zurückkehren. Täglich zwischen 8.30 Uhr und 18 Uhr (im Sommer bis 20 Uhr) legt die Fähre nach und von La Graciosa ab. Für eine Hin- und Rückfahrt mit der Fähre bezahlen Erwachsene rund 20 Euro.

Ein besonderer Anblick auf La Graciosa ist der Montaña Amarilla, eine Badebucht mit gelblich-rötlichem Vulkangestein. Der Kontrast zwischen dem blauen Atlantikwasser und dem leidenschaftlich-flammenden Vulkangestein symbolisiert die facettenreiche Natur, die der Insel innewohnt. Von Massentourismus und städtischem Trubel ist auf La Graciosa nichts zu sehen. Stattdessen baden Einheimische und Urlauber an den traumhaften Sandstränden, fahren Kanu oder gehen auf der Insel in der Natur wandern.

Für Badegäste gilt wiederum erhöhte Vorsicht, denn die giftige Quallenart „Portugiesische Galeere“ wurde 2018 erneut vor den Kanarischen Inseln Lanzarote und La Graciosa gesichtet. Wer eine solche Qualle erblickt, sollte umgehend aus dem Wasser schwimmen und bei Kontakt mit einem Tentakel unverzüglich einen Arzt aufsuchen.